Sozialhilfe beantragen – Anspruch, Unterlagen, wichtige Infos. So geht’s!

Sozialhilfe beantragen

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Wer in Deutschland in eine Notlage gerät, soll trotzdem menschenwürdig leben können. Deshalb gibt es die Sozialhilfe.

Wer kann Sozialhilfe beantragen?

Den Antrag auf Zahlung von Sozialhilfe können Menschen stellen, wenn sie im Alltag finanzielle Unterstützung brauchen und es nicht schaffen, das erforderliche Geld aus eigener Kraft zu verdienen.

Unter welchen Voraussetzungen kann man Sozialhilfe beantragen?

Sozialhilfe ist für Menschen gedacht, die aus gesundheitlichen Gründen weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können. Sie gelten als erwerbsunfähig.

Außerdem gibt es Sozialhilfe nur, wenn weder der Antragsteller, noch seine Angehörigen, noch andere irgendein anderer Sozialversicherungsträger für den Bedarf aufkommen könnte.

Denn Sozialhilfe ist laut Sozialgesetzbuch eine sogenannte nachrangige Leistung. Das heißt, andere Träger müssten vorher in die Bresche springen: Die Arbeitsagentur mit Hartz IV, die Rentenversicherung mit gesetzlicher Rente oder die Krankenkasse mit Krankengeld.

Erst wenn keine dieser Einrichtungen zuständig ist, kommt das Sozialamt infrage.

Wo kann man die Sozialhilfe beantragen?

Zuständig für die Sozialhilfe sind die örtlichen Sozialämter als Träger. Dort muss der Bedürftige seinen Antrag auf Leistung stellen.

Gemeinden übrigens sind keine Träger der Sozialhilfe. Sie dienen meist jedoch als die erste Anlaufstelle.

Welche Unterlagen brauche ich, um Sozialhilfe zu beantragen?

Beim Antrag auf Sozialhilfe muss ein Personaldokument vorgelegt werden.

Dazu kommen die Kontoauszüge der letzten sechs Monate sowie Dokumente über die monatlichen Ausgaben, wie etwa der Mietvertrag.

Welche Leistungen umfasst die Sozialhilfe?

Die Sozialhilfe im Sozialgesetzbuch zwölf (SGB XII) geregelt. Sie umfasst zahlreiche unterschiedliche Hilfen.

Die bekannteste ist die Hilfe zum Lebensunterhalt. Das ist die Hilfe, von der in der Umgangssprache als “Sozialhilfe” gesprochen wird. Die Höhe dieser Unterstützung wird aus den Regelsätzen der Sozialhilfe und aus weiteren Leistungen berechnet.

Eine weitere Form der Sozialhilfe ist die Grundsicherung im Alter und für Erwerbsgeminderte. Sie wird umgangssprachlich einfach nur als Grundsicherung bezeichnet.

Weitere Leistungen der Sozialhilfe sind die Hilfen zur Gesundheit, auch bekannt als Gesundheitshilfe, die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen und die Hilfe zur Pflege. Dieser sind die häusliche Pflege Sozialhilfe und die Pflegegeld Sozialhilfe und die Pflegeperson Sozialhilfe zugeordnet. Nicht verwechselt werden dürfen diese Hilfen mit Unterstützungsleistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Nicht zuletzt zählen zu den Leistungen der Sozialhilfe die sogenannte Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie die Hilfe in anderen Lebenslagen.

Sozialhilfeempfänger erhalten Gesundheitsleistungen in Form von Krankenschutz und Zuzahlungen. Selbst wenn sie nicht krankenversichert sind, stehen ihnen die Leistungen zu, die auch ein “Kassenpatient” bekommt. Im Rahmen der individuellen Belastungsgrenze müssen sie aber Zuzahlungen leisten.

Leistungen zur Sozialhilfe werden als Dienstleistung gewährt, wenn es etwa um Beratung geht.

Außerdem wird die Sozialhilfe in der Form einer Geldleistung oder einer Sachleistung erbracht. Braucht ein Sozialhilfeempfänger zum Beispiel in einer besonderen Lebenslage einen Kühlschrank, kann ihm dieser auch gestellt werden.

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2018-04-20T12:06:32+00:00 Arbeitslosengeld|

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