Rentenberechnung – So berechnen Sie Ihre Rente!

Rentenberechnung

©shutterstock – Microba Grandioza

Die Frage nach der Höhe ihrer zukünftigen Rente beschäftigt viele Arbeitnehmer. Die Antwort ist einfach.

Denn die wichtigsten Fakten, um die Rente ermitteln zu können, sind zugänglich. Sie müssen nur zusammengefügt werden.

Wie sieht die Faustformel für die Rentenberechnung aus?

Rente = E x Z x R x A

  • Rentenpunkte (E)
  • Zugangsfaktor (Z)
  • Rentenart (R)
  • Aktueller Rentenwert (A)

Die Höhe der gesetzlichen Rente basiert auf Beiträgen, die ein Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung leistet.

Ein Versicherter, der länger Rentenbeiträge zahlt, erhält eine höhere Rente. Das gilt auch, wenn er länger Beitragszahlungen leistet.

Mit seinen Beiträgen erwirbt das Mitglied Rentenpunkte. Diese Punkte sind ein wichtiger Bestandteil bei der Rentenberechnung. Ein Renten- oder Entgeltpunkt ist genau so viel wert, wie der aktuelle Rentenwert.

Als Faustformel werden deshalb die individuellen Entgeltpunkte mit dem für das laufende Jahr geltenden Rentenwert (West / Ost) multipliziert. Das ergibt die aktuelle Rentenhöhe als Richtwert.

Welche Rolle spielen die Rentenpunkte / Entgeltpunkte (E) bei der Rentenberechnung?

Entgeltpunkte sind ausschlaggebend für die individuelle Höhe der Rente. Sie errechnen sich aus dem versicherten Gehalt des Beitragszahlers.

Dieses Entgelt wird Jahr für Jahr dem geltenden Durchschnittseinkommen aller Arbeitnehmer gegenübergestellt. Entspricht es ihm exakt, gibt es einen Entgeltpunkt.

Ist das individuelle Einkommen höher oder niedriger, gibt es mehr oder anteilig weniger Entgeltpunkte.

Außerdem bekommt ein Versicherter Punkte unter Umständen Punkte ohne Beitragszahlung gutgeschrieben, etwa für Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen.

Was versteht man unter Zugangsfaktor (Z) bei der Rentenberechnung?

Der Zugangsfaktor berücksichtigt Zu­ und Abschläge bei der Rente. Abschläge gibt es für die vorzeitige Rente. Der Zugangsfaktor liegt unter 1, die Rente sinkt.

Ein Zuschlag wird berücksichtigt, wenn das Mitglied später in Rente geht und erstmal auf die Leistung verzichtet. Der Zugangsfaktor ist größer als 1, die Rente steigt.

Wie hängt Rentenart (R) und Berechnung der Rente zusammen?

Faktoren gibt es auch für die Rentenart. Den Faktor 1,0 haben Altersrenten, volle Renten wegen Erwerbsminderung und Erziehungsrenten.

Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung wird der Faktor 0,5 zugeordnet. Vollwaisenrenten werden mit dem Faktor 0,2 und Halbwaisenrenten mit dem Faktor 0,1 bewertet, Witwenrenten mit den Faktoren 0,55 oder 0,6.

Was versteht man unter Rentenwert (A)?

Der aktuelle Rentenwert zeigt, wie viel ein Entgeltpunkt pro Monat wert ist.

Derzeit beträgt er im Westen 31,03 Euro. Im Osten liegt der aktuelle Rentenwert bei 29,69 Euro.

Dieser Rentenwert wird in jedem Jahr an die Entwicklung der Löhne und Gehälter in der Bundesrepublik angepasst. Allerdings steigt er nicht parallel zu den Arbeitseinkommen. Mit einem Nachhaltigkeitsfaktor wird die Anpassung der Rente gedämpft.

Wie verwendet man die Grundformel zur Rentenberechnung?

Die exakte Berechnung einer Rente ist komplizierter. Sie berücksichtigt den Lebenslauf des Mitglieds. Ausschlaggebend ist nicht nur die Zahl der erreichten Entgeltpunkte.

Auch die persönliche Situation beim Eintritt in die Rente spielt eine Rolle. Die Faustformel spiegelt die Rentenhöhe für den Fall wider, dass der Beitragszahler zum Beginn der Regelaltersrente seine Leistung bekommt.

Menschen gehen auch früher oder später in Rente. Sie bekommen Abschläge oder Zuschläge. Außerdem gibt es noch Erwerbsminderungs-, Schwerbehinderten– oder Hinterbliebenrenten. Für Sie werden zusätzlich Faktoren in die Rentenformel eingebaut.

: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 1 abgegebenen Stimmen.
Loading...
2018-04-20T12:24:31+00:00 Rente|

Hinterlassen Sie einen Kommentar

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.