Rentenabzüge – Steuern, Abgaben und Nettorente.

Rentenabzüge

©shutterstock – gst

Rentner bekommen ihre von der Rentenkasse errechnete Rente nicht in voller Höhe ausgezahlt.

Jeden Monat müssen sie Teile an die Kranken- und Pflegekassen und unter Umständen an das Finanzamt geben.

Was sind Rentenabzüge?

  • Beiträge in die Krankenkasse
  • Beiträge in die Pflegeversicherung
  • Anteil der Rente ist steuerpflichtigen Einkommen

Rentenabzüge sind der Teil der Rente, der als Beitrag an die gesetzliche Krankenkasse und an die soziale Pflegeversicherung geht.

Außerdem zählen Renten grundsätzlich zum steuerpflichtigen Einkommen.

Ab einer bestimmten Rentenhöhe gehen Abzüge an den Fiskus.

Wie hoch sind die Rentenabzüge in die Krankenversicherung?

Wie hoch die Rentenabzüge für die gesetzliche Krankenversicherung sind, richtet sich nach der Rentenhöhe und dem allgemeinen Beitragssatz der betreffenden Kasse.

Er liegt gerade einheitlich bei 14,6 %. Davon tragen der Rentner und die Rentenkasse jeweils 7,3 %. Die Rentenkasse behält den Teil des Rentners bei der monatlichen Zahlung ein.

Außerdem erheben einige Krankenkassen einen Zusatzbeitrag. Den trägt der Rentner allein. Er wird aber ebenfalls von der Rente direkt einbehalten und von der Rentenkasse an den Gesundheitsfonds geleitet.

Wie hoch sind die Rentenabzüge in die Pflegeversicherung?

Den Beitrag zur Pflegeversicherung von 2,55 % zahlt der Rentner vollkommen alleine.

Kinderlose Rentner ab Geburtsjahrgang 1939 zahlen dazu noch einen Zuschlag von 0,25 %. Kinder sind leibliche Kinder, Adoptivkinder sowie Stief- und Pflegekinder.

Muss ich meine Rente versteuern lassen?

Vom Rentenzahlbetrag ist nur ein Teil zu versteuern. Wie hoch der zu versteuernde Teil ist, richtet sich nach dem Jahr, in dem das erste Mal Rente gezahlt wurde.

Wer 2004 bereits Rentner war, muss 50 % versteuern. Ihm bleibt ein Freibetrag von ebenfalls 50 %.

In jedem Jahr steigt für neue Rentenzugänge der Prozentsatz des Rententeils, der steuerpflichtig ist. Der Rentenfreibetrag sinkt entsprechend.

Im Jahr 2018 sind 76 % zu versteuern, 24 % bleiben steuerfrei. Beim Beginn der Rente im Jahr 2020 liegt der zu versteuernde Bestandteil bei 80 Prozent. Im Jahr 2040 unterliegen 100 Prozent der Rentenleistung der Steuer.

Tatsächlich Steuern zahlen müssen zurzeit nur wenige Rentner. Schätzungen zufolge bleiben fast drei Viertel der Rentnerhaushalte noch vom Fiskus verschont.

Das sind auch Rentner, die ihr Arbeitsleben lang Beiträge in durchschnittlicher Hohe gezahlt, aber keine großen Nebeneinkünfte haben. Einige von ihnen werden aber in der nächsten Zukunft Steuern leisten müssen.

Wie sehen die Rentenabzüge bei der Betriebsrente aus?

Bei Renten aus der betrieblichen Altersversorgung schlagen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung voll zu Buche.

Auf Betriebsrenten wird auch zukünftig der volle Beitragssatz von zur Zeit mindestens 14,6 % fällig. Das hat die Bundesregierung gerade erst wieder anlässlich einer Anfrage des Bundesrates klargestellt.

Damit muss auf die Rente aus der betrieblichen Vorsorge ein höherer Beitrag für die Krankenversicherung geleistet werden, als bei der gesetzlichen Rente.

Und auch die Pflegekassen greifen voll zu. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflege liegt bei Betriebsrenten bei 2,55 %. Kinderlose Versicherte zahlen zusammen mit dem 0,26 % umfassenden Zuschlag insgesamt 2,80 %.

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2018-04-20T12:24:48+00:00Rente|

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