Rente mit 60 – Voraussetzungen, Ansprüche und wichtige Infos!

Rente mit 60

©shutterstock – Mascha Tace

Kaum ein Arbeitnehmer arbeitet bis zum regulären Renteneintrittsalter. Viele Menschen wollen das auch nicht.

Doch eine Rente mit 60 Jahren ist nur schwer zu bekommen.

Ist Rente mit 60 allgemein möglich?

Eine allgemeine, reguläre Frührente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ab dem 60. Lebensjahr ist für heutige Arbeitnehmer nicht mehr zu erreichen.

Zwar gab es noch vor ein paar Jahren vorgezogene Altersrenten, die einen so frühen Eintritt in die Rente ermöglichten.

Dazu gehörte die spezielle Altersrente für Frauen und die Rente nach Arbeitslosigkeit sowie eine Zeit lang sogar die Rente für langjährig Versicherte.

Mit den Rentenreformgesetzen der vergangenen Jahre jedoch wurden diese Frührenten Schritt für Schritt abgeschafft oder mit höheren Altergrenzen versehen. Inzwischen gibt es nur noch ganz wenige Möglichkeiten, mit 60 Jahren vorzeitig in Rente zu gehen.

Mit welchen Abzügen muss ich bei Rente mit 60 rechnen?

Umsonst gab und gibt es den Eintritt in eine Rente ab dem 60. Lebensjahr ohnehin nicht. Ein derartig früher Ruhestand muss mit Abschlägen bezahlt werden.

Für jeden Monat, den ein Arbeitnehmer vor dem regulären Renteneintrittsalter in Rente geht, sind 0,3 Prozent von der Rente als Abzug fällig. Ben 60 Monaten mal 0,3 Prozent sind bis zu 18 Prozent Rentenverlust zu verkraften.

Ist Rente mit 60 für Frauen möglich?

Die spezielle Altersrente für Frauen machte jahrelang einen Rentenbeginn ab dem 60. Geburtstag 60 möglich.

Zuletzt durften nur noch Frauen bis zum Geburtsjahrgang 1951 diese Rente in Anspruch nehmen. Faktisch ist sie also ausgelaufen.

Ist Rente mit 60 für Arbeitslose möglich?

Das gilt auch für die Rente für arbeitslose Menschen sowie Menschen, die eine Altersteilzeit absolvierten.

Auch diese Frührente war per Rentenreform nur noch für Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung möglich, die vor 1952 geboren wurden. Sie mussten eine Wartezeit in der Rentenversicherung von 15 Jahren vorweisen, davon mindestens 8 Jahre direkt vor Rentenbeginn.

Außerdem musste die Arbeitslosigkeit mindestens 52 Wochen nach dem Zeitpunkt bestehen, zu dem der Arbeitslose 58 Jahre und 6 Monate alt war.

Zuletzt wurden die Altersgrenzen für den vorzeitigen Eintritt von arbeitslosen Rentenversicherten schrittweise auf das 63. Lebensjahr angehoben.

Inzwischen ist ein Renteneintritt mit 60 Jahren nach Arbeitslosigkeit oder Altersteilzeit gar nicht mehr möglich.

Ist Rente mit 60 für Schwerbehinderte möglich?

Schwerbehinderte können noch ab dem 60. Lebensjahr in Rente gehen. Sie müssen dafür 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und einen Grad der Behinderung von mindestens 50 haben.

Derzeit steigt diese Altergrenze stufenweise auf das 62. Lebensjahr an. Wer 1956 geboren wurde, kann mit 60 Jahren und 10 Monaten die Altersrente für schwerbehinderte Menschen bekommen.

Eine abschlagsfreie Rente bei Schwerbehinderung ist ohnehin erst ab dem 63. Lebensjahr möglich. Und auch diese Altersgrenze wird schrittweise angehoben. Bei Menschen mit dem Geburtsjahrgang 1954 liegt die Grenze derzeit bei 63 Jahren und 8 Monaten.

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2018-04-20T12:25:32+00:00Rente|

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