Kontopfändung – Die wichtigsten Schritte, die Sie wissen müssen!

Kontopfändung

©shutterstock – April Cat

Wer Schulden anhäuft, Rechnungen nicht bezahlt und Mahnungen ignoriert, dem kann eine Kontopfändung drohen.

Aber wann dürfen Gläubiger eine Kontopfändung veranlassen und wie läuft diese ab? Diese und weitere Fragen beantwortet der nachfolgende Ratgeber zum Thema Kontopfändung.

Was ist eine Kontopfändung?

Wer trotz mehrmaliger Zahlungsaufforderungen seine Schulden bei seinem Gläubiger nicht begleicht, dem kann eine Kontopfändung drohen. Dies erfolgt im Zuge einer Zwangsvollstreckung.

Bei diesem Vorgang wird die entsprechende Summe von der Bank, vom Konto des Schuldners, an den Gläubiger überwiesen.

Der Gläubiger erhält im Vorfeld mehrmals die Möglichkeit seine Schulden zu begleichen, indem er angemahnt wird.

Erst wenn auf mehrere Mahnung keine Reaktion folgt, kann die Zwangsvollstreckung in Form einer Kontopfändung veranlasst werden.

Wie läuft eine Kontopfändung ab?

Wenn ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgeht und dass trotz mehrmaliger Zahlungserinnerungen und Mahnungen, kann der Gläubiger einen sogenannten Mahnbescheid beantragen. Im Falle einer Privatinsolvenz ist der Verlauf anders.

Nach dieser Beantragung werden dem Schuldner 14 Tage eingeräumt, in denen er die Möglichkeit hat, die in dem Mahnbescheid geforderte Summe zu bezahlen.

Veranlasst dieser keine Zahlung oder reagiert gar nicht auf den Mahnbescheid, wird ein Vollstreckungsbescheid veranlasst.

Dieser räumt dem Schuldner eine erneute Frist ein. Wenn der Schuldner dann immer noch keinen Einspruch einlegt oder die geforderte Zahlung nicht leistet, bekommt der Gläubiger einen Vollstreckungstitel. Dieser Titel ist die Erlaubnis dafür eine Kontopfändung zu veranlassen.

Die Bank des Schuldners wird über diesen Titel in Kenntnis gesetzt, so dass diese die Schulden an den Gläubiger überweisen kann. Gleichzeitig wird das Konto gesperrt.

Kann ich eine Kontopfändung verhindern?

Wurde die Pfändung veranlasst und sind alle Fristen verstrichen, ist es nicht mehr möglich die Kontopfändung zu verhindern.  Nur der Gläubiger kann die Kontopfändung aufheben, dass kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Schuldner mit ihm eine Ratenzahlung zur Begleichung seiner Schulden vereinbart.

Die Pfändung wird dann in eine Art Ruhezustand versetzt, der so lange bestehen bleibt, bis alle Forderungen beglichen worden sind. Erst danach kann die Pfändung aufgehoben werden.

Die ruhende Pfändung hat den Vorteil, dass eine Pfändung erneut veranlasst werden kann, wenn der Gläubiger die vereinbarten Raten doch nicht bezahlt.

Was muss ich tun, wenn das Konto gepfändet wird?

Wenn eine Pfändung droht, sollte der Schuldner sein Konto in ein Pfändungskonto, umgangssprachlich auch P-Konto genannt, umwandeln. So werden auch weitere Probleme, wie eine Privatinsolvenz, vermieden.

Der Unterschied zu einem klassischen Girokonto besteht darin, dass bei einem Pfändungskonto das Guthaben bis zu einem Freibetrag in Höhe von 1.133,80 Euro nicht gepfändet werden darf.

Welche Schritte soll ich noch nach einer Kontopfändung vornehmen?

Der erste Schritt sollte darin bestehen, sich bei der Bank über die Höhe der Pfändung zu informieren und ob diese sich auf alle Guthaben bezieht, zum Beispiel auch auf das Guthaben auf Sparbüchern, falls vorhanden.

Des Weiteren sollte die Bank damit beauftragt werden, die Pfändung auszukehren, damit das Konto wieder frei verfügbar ist. Dies ist bei kleinen Summen möglich und wenn die Schuld durch eine Zahlung beglichen wurde. Bei größeren Summen sollte eine Beratung aufgesucht werden, die dabei hilft die Schulden abzubauen.

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2018-08-02T18:20:16+00:00Arbeitslosengeld|

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