Flexirente – Im Alter Geld dazuverdienen. So geht’s!

Flexirente

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Seit dem 1. Januar 2017 ist das Gesetz zur Flexirente in Kraft. Es bringt wichtige Veränderungen.

Was versteht man unter Flexirente?

Mit der Flexirente wurde der rechtliche Rahmen für die flexibleren Übergänge aus dem Erwerbsleben in den Ruhestand verbessert.

Das Flexirentengesetz, das Ende 2016 verabschiedet wurde, soll Arbeitnehmer anregen, nach dem Eintritt in die Rente weiterzuarbeiten.

Mehrere Maßnahmen unterstützen dieses Bestreben: Rentner können nach dem Renteneintritt weiter Beiträge in die Rentenkasse zahlen. So bessern Sie Ihre Rente auf.

Sie können darüber hinaus ihre Abschläge ausgleichen, die sie für eine Frührente hinnehmen müssten. Das geht jetzt bereits ab dem 50. Lebensjahr.

Außerdem wurden die Zuverdienstregeln zu einer Frührente deutlich verbessert. Auch der Zuverdienst bei Erwerbsminderungsrenten wurde neu gestaltet.

Wie sah der Zuverdienst von Rentnern vor der Flexirente aus?

Vor Inkrafttreten der Flexirente durften Rentner neben ihrer vorgezogenen Altersrente pro Monat 450 Euro dazuverdienen. Bis zu diesem Betrag wurde die Rente nicht gekürzt. Zweimal pro Jahr durfte die Grenze bis zum Zweifachen überschritten werden. Möglich war dann ein Betrag von 900 Euro.

Verdiente ein Rentner mehr, wurde seine Rente abhängig von der Höhe des Verdienstes gekürzt. Und zwar auf zwei Drittel, auf die Hälfte oder auf ein Drittel.

Möglich war auch, dass sie ganz wegfiel. Das Problem: Schon wenn der Zuverdienst nur einen Cent über der jeweiligen Grenze lag, wurde die Rente auf die nächste niedrigere Stufe gekürzt.

Die Hinzuverdienstgrenzen für Teilrenten wurden individuelle berechnet. Abhängig waren sie vom Verdienst des Rentners innerhalb den letzten drei Jahre vor Beginn der Rente.

Was ist neu mit der Flexirente?

Mit der Flexirente ist die 450-Euro-Grenze weggefallen.

Rentner mit einer Frührente können nun 6.300 Euro im Jahr ohne Anrechnung hinzuverdienen. Die Regel gilt für die alten und die neuen Bundesländer einheitlich. Verdienst, der diesen Jahresbetrag von 6.300 Euro überschreitet, wird zu 40 Prozent auf die individuelle Frührente angerechnet.

Außerdem gibt es beim Verdienst eine Obergrenze. Die nach den neuen Regeln gekürzte Rente und der Zuverdienst werden zusammengerechnet. Liegt der Betrag oberhalb vom Einkommen der letzten 15 Jahre, wird der darüber liegende Betrag vollständig auf die Teilrente angerechnet.

Die gesetzliche Rentenkasse stellt eine Prognose auf, mit welchen Zuverdienst für den betreffenden Rentner im laufenden Jahr und im Folgejahr zu rechnen ist.

Einmal jährlich, zum 1. Juli, wird der Hinzuverdienst rückwirkend überprüft.

Auf der Basis dieser Überprüfung rechnet die Rentenkasse dann den Verdienst auf den Cent genau gegen die Teilrente auf. Wurde zu viel Rente gezahlt, muss der Rentner den Betrag zurückzahlen. War die Frührente wegen des geschätzten Verdienstes zu niedrig festgelegt, gibt es eine Nachzahlung. Danach wird eine erneute Prognose erstellt, die für die nächsten 12 Monate gilt.

Was bleibt mit der Flexirente unverändert?

Unverändert bleibt der Zuverdienst nach Erreichen der Regelaltersgrenze. Wer diese erreicht hat, darf fortan unbegrenzt hinzuverdienen. Das gilt auch, wenn seine Frührente zuvor gekürzt wurde.

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2018-04-20T12:23:59+00:00 Rente|

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