Behindertenparkausweis beantragen – Voraussetzungen, Ansprechpartner und Infos!

Behindertenparkausweis

©shutterstock – Nadin3d

Wer kann einen Behindertenparkausweis beantragen?

Orangefarbener Parkausweis

Einen orangefarbenen Parkausweis für Deutschland können schwerbehinderte Menschen beantragen, mit folgende Erkrankungen oder Merkzeichen:

  • Merkzeichen G und B plus Grad der Behinderung (GdB) von midestens 80 nur für die Funktionsstörungen an unteren Gliedmaßen
    oder
  • GdB von mindestens 70 nur für Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen, wenn zugleich ein GdB von mindestens 50 für Funktionsstörungen am Herzen und den Atmungsorgane besteht
  • Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn mit GdB von mindestens 60
  • künstlicher Darmausgang und gleichzeitig künstliche Harnableitung mit GdB von mindestens 70

Blauer EU-Parkausweis

Den blauen EU-Parkausweis bei Schwerbehinderung gibt es seit 2001. Er gilt in allen EU-Ländern. Voraussetzungen dafür sind:

  • Merkzeichen aG (außergewöhnlich gehbehindert) oder Merkzeichen Bl (blind)
  • Beidseitige Amelie (Gliedmaßen fehlen von Geburt an) oder Phokomelie (z.B. Fuß oder Hand sind am Rumpf) oder entsprechende Einschränkungen (etwa beidseitig Arm-Amputation)
  • Auch Menschen, die nicht behindert sind, können den Ausweis können, um den Betroffenen zu befördern.

Wo und wie kann man den Behindertenparkausweis beantragen?

Beantragt wird der Parkausweis für Behinderte bei der Straßenverkehrsbehörde vor Ort.

Dabei müssen der Schwerbehindertenausweis und der letzte Bescheid vom Versorgungsamt sowie ein Passfoto vorgelegt werden.

Welche Vorteile bietet mir der Behindertenparkausweis?

Der orangefarbene Behindertenparkausweis gilt in allen Bundesländern. Er erlaubt:

  • drei Stunden Parken im eingeschränkten Halteverbot sowie auf Anwohnerparkplätzen, dafür muss durch eine Parkscheibe die Ankunftszeit angezeigt werden
  • Überschreiten der erlaubten Parkdauer im Zonenhalteverbot sowie Parkbereichen mit Parkzeitbegrenzung
  • Parken während der Ladezeit in Fußgängerzonen
  • Parken in Bereichen mit Verkehrsberuhigung auch außerhalb von Flächen mit Kennzeichen
  • Parken gebührenfrei und ohne Zeitbegrenzung an Parkscheinautomaten und Parkuhren

Parken auf Behindertenparkplätzen mit dem Rollstuhl-Symbol erlaubt nur der blaue EU-Parkausweis. Neben den Erleichterungen des orangefarbenen Ausweises erlaubt dieser auch:

  • längere Parkzeit für bestimmte Halteverbote, in denen mit orangefarbenem Dokument 3 Stunden Parken erlaubt ist
  • 3 Stunden Parken im absoluten Halteverbot, wenn dort ein Schild “Be- und Entladen frei oder “Ein- und Aussteigen frei” steht

Was muss ich beim Parken mit dem Behindertenparkausweis beachten?

Der orangefarbene Behindertenparkausweis gehört gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe. Dort gehört auch der blaue Behindertenparkausweis hin.

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2018-02-15T12:52:28+00:00 Finanzen|

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