Beamtenpension – Anspruch, Höhe, Berechnung.

Beamtenpension

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Von Alterseinkünften, wie Beamte sie erwarten können, träumen viele Rentner.

Eine Beamtenpension ist wesentlich höher als eine Leistung aus der gesetzlichen Pension für Beamte Rentenkasse.

Wie hoch ist die Beamtenpension?

Beamtenpensionen liegen viel höher als gesetzliche Renten. Selbst wer als Arbeitnehmer über Jahre höchste Rentenbeiträge geleistet hat, kommt kaum an eine gute Pension heran.

  • Im Durchschnitt beziehen Beamte Pensionen von 2.940 Euro im Monat.
  • Spitzenbeamte bekommen durchschnittlich Pensionen in Höhe von 4.370 Euro.

Natürlich gibt es auch Beamte im Ruhestand, die sich mit Pensionen unter 1.000 Euro abfinden müssen. Ihr Anteil an der Zahl der Ruhestandsbeamten liegt bei 1,2 %.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Rente liegt bei 1.040 Euro bei Männern (West) und 580 Euro bei Frauen (ebenfalls West).

Warum ist die Beamtenpension so hoch?

Der Anspruch von Ruhestandsbeamten auf eine Pension leitet sich direkt aus dem Grundgesetz ab. Das dort festgeschriebene Treueverhältnis bestimmt, dass sich ein Dienstherr lebenslang um seine Beamten kümmern muss.

Die Zeit nach dem Dienst ist also in diesem Versorgungsanspruch inbegriffen. Laut Bundesbeamtengesetz gilt muss der Dienstherr auch die Familien seiner aktiven Beamten und der Beamten im Ruhestand versorgen. Die Pension muss also ausreichend sein.

Offiziell werden die hohen Beamtenpensionen mit dem höheren Ausbildungsgrad von Beamten begründet. In der Tat können viele Staatsdiener auf ein Studium verweisen. Bei bis zu 70 Prozent liegt der Anteil der studierten Beamten in manchen Bundesländern.

Außerdem gelten Beamtenpensionen als ein Ersatz für die Betriebsrente. Sie steht tatsächlich nur den Arbeitnehmern als zusätzliches Standbein in der Altervorsorge zu. Zusätzlich wird sie vom Staat und von den Arbeitgebern mit Anreizen gefördert.

Wann besteht Anspruch auf Beamtenpension?

Anspruch auf eine Beamtenpension haben alle Beamten, wie etwa Lehrer. Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst, wie zum Beispiel Angestellte der Landesbanken oder Kirchenangestellte können eine Pension bekommen. Ebenso Berufssoldaten und Richter

Wie wird die Beamtenpension berechnet?

Für jedes Dienstjahr in Vollzeit erhöht sich der Anspruch eines Beamten auf Pension um den Wert 1,79375.

Nach 40 Jahren er 71,75. Mit dieser Prozentzahl werden die Bezüge eines aktiven Beamten mit der gleichen Besoldungsgruppe multipliziert. Das ergibt die Pension. Dazu kommen Familienzuschläge.

In Teilzeit vermindert sich der Jahressatz. Geht der Beamte vor dem 65. Lebensjahr in Ruhestand, werden seine Ansprüche um 3,6 Prozent pro Jahr gekürzt.

Wann gehen Beamte in Rente?

Beamte können sich nicht nur über höhere Ruhebezüge freuen. Sie gehen im Schnitt auch viel früher in ihren Ruhestand.

Das Pensionsalter liegt im Durchschnitt bei 62,5 Jahren. Das liegt an den zahlreichen Sonderregeln, die zum Beispiel für Beamte im Polizeidienst, Lehrer, Vollzugsbeamte und Beamte in den Rettungsdiensten, wie der Feuerwehr, gelten. Hier ist ein Pensionsalter ab 60 Jahren möglich..

Auf Antrag dürfen Beamte ab 63 in Pension. Auch Schwerbehinderte gehen ab dem 60. Lebensjahr auf Antrag in den Ruhestand

Wie wird die Beamtenpension versteuert?

Eine Beamtenpension muss versteuert werden. Hier liegt der Nachteil einer Pension gegenüber einer gesetzlichen Rente.

Auch die Höhe der Steuer für Pensionäre liegt viel höher als die Steuer für Rentner mit guter Altersrente, da die Einkünfte von Ruhestandsbeamten wegen der hohen Beamtenpension viel höher liegen.

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2018-04-20T12:25:00+00:00 Rente|

Ein Kommentar

  1. Lithar Zech 20. Januar 2018 um 17:28 Uhr - Antworten

    Interessant wäre mal zu wisssen bis zu welchen Besoldungsstufen die Berechnungsgrundlage der sogennanten “Durchschnittspension” aller Beamten reicht???!!!! (Beispielweise Besoldungsgruppe B oder höhrer??
    Wo ist die Grenze des Bruttoarbeitslohns bei der Berechnung der Rente??

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