Armutsgrenze – Zahlen, Fakten und die wichtigsten Tipps!

Armutsgrenze

©shutterstock – Dmitry Guzhanin

Was versteht man unter Armutsgrenze?

Wird in Deutschland von der Armutsgrenze gesprochen, dann ist Nettoeinkommen gemeint, unterhalb dessen die Anschaffung von lebenswichtigen Sachen nicht mehr gewährleistet ist.

Dabei sind bereits staatliche Sozialleistungen, wie etwa Wohn- oder Kindergeld, eingerechnet.

Die Zahlen zur Armutsgrenze hängen vom Wohnort sehr stark ab. Dies hängt mit den unterschiedlichen Lebenserhaltungskosten zusammen.

Wie viel Geld hat man im Monat zu Verfügung, wenn man an der Armutsgrenze lebt?

  • Die Armutsgrenze betrug 2017 in Deutschland für einen Single ca. 1064 Euro im Monat
  • Für eine Familie mit zwei Kindern lag die Armutsgrenze 2017 bei ca. 2234 Euro im Monat

Wie viele Menschen in Deutschland leben an der Armutsgrenze?

In Deutschland lebten 2017 ca. 16 Millionen Menschen an der Armutsgrenze und zum Teil bereits unterhalb dieser Grenzlinie. Damit lag die Armutsquote bei 19,7 Prozent. Diese Quote steigt leicht seit Jahren.

Außerdem wächst in Deutschland jedes vierte Kind an oder sogar unterhalb der Armutsgrenze auf. Die Armutsquote bei Kindern liegt bei 19 Prozent.

Die Armutsquote hat sich innerhalb der Gruppe der Rentnern besonders drastisch entwickelt. Derzeit gelten 16,2 Prozent Rentner als arm.

Wie vermeide ich die Armutsgrenze?

Um zu vermeiden, dass man an oder unter die Armutsgrenze rutscht, helfen nur gut geplante, langfristige Maßnahmen.

Dafür muss man sich vor Augen halten, wodurch Armut entsteht und wie man sie für sich selbst verhindert. In der Regel helfen neben einem guten Einkommen auch moderate Lebenshaltungskosten und eine gute Vorsorge.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in der Untersuchung “Einkommensarmut in Deutschland nach Regionen” festgestellt, dass das Armutsgefälle nicht zwischen Ost und West festzumachen ist. Es verläuft eher zwischen Stadt und Land.

Wer nicht an der Armutsgrenze leben will, sollte deshalb:

  • Eine gute Ausbildung machen. Damit erhöhen sich die Chancen auf einen gut bezahlten Beruf.
  • Beruflich flexibel sein und gute Jobs auch außerhalb der gewohnten Umgebung annehmen.
  • Eher auf das Land ziehen. Hier stimmen noch Mietpreise und Lebenshaltungskosten.
  • Vorsorge für das Alter treffen und neben der gesetzlichen Rente auch mit staatlich geförderter Vorsorge, Betriebsrente und privaten Verträgen vorsorgen.
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2018-04-20T12:16:36+00:00 Arbeitslosengeld|

2 Comments

  1. Sylvia Dürwald 24. März 2018 um 09:59 Uhr - Antworten

    Das ist FAKE NEWS vom feinsten. Wer unter 60% des Nettoäquivalenzeinkommens liegt ist ARM und nicht armutsgefährdet. Wer hat denn hier diese internationale Definition von Armut geschönt? Diese Grenze liegt in Deutschland deutlich über 1000 € seit 2015. Das weiß jweder der hier lebt. Wir liegen im europäischen Vergleich nur auf Platz 12-15 (je nach Betrachtungsjahr) noch hinter Island, Frankreich und Österreich. Und in europäischen Ländern wie Luxemburg, der Schweiz und Norwegen haben die Menschen durchschnittlich bis zu dem Doppelten an Einkommen monatlich zur Verfügung bei weniger großen Einkommensuntetrsdchieden und höheren Transfderleistungen. Hier schummelt Deutschland deutlich. Den Deutschen, der Bevölkerung geht es seit 2005 (Einführung von HARTZ IV) immer mieser. Es ist auch unwissenschaftlich hier eine Summe als Grenze zur Armut anzugeben ohne Nennung der Jahtreszahl. Und laut EU Statistik SIC betrug die Armutsquote in Deutschland 2010 bereits über 15 . Während sie in Frankreich nur bei ca. 7 lag. Also was heißt hier derzeit? 2018? Biotte sehen alle die diese Seite finden besser >EU Statistiken nach und nicht in der deutschen Wirtschaft nahetehenden FAKE NEWS. Überdies hatte deshalb die LINKE in ihrem Wahlprogramm 1050 € monatliche Grundrente oder Einkommen angesetzt.
    Wo gibts denn die Jobs bitte? Ich habe studiert, aber im medizinisch-sozialen Bereich und die werden in der Regel von der öffentlichen Hand bezahlt. Die gibt es nicht oder werden ehrenamtlich erwartet, demnach nicht bezahlt. Wir werden immer mehr zur Dienstleistungsgesellschaft und laut Untersuchung betragen dort die Löhne nur die Hälfte bzw. ein Drittel derr Löhne in der Industrie. Diese werden immer weniger weil die Produktivität steigt und automatisiert wird, Industrie 4.0. Schon mal gehört?

  2. Sylvia Dürwald 24. März 2018 um 10:21 Uhr - Antworten

    Und was heißt hier in Deutschland beträgt die Armutsgrenze 60% des mittleren Einkommens? Das ist grob irreführend und nicht die richtige Definition. Und diese Definition gilt weltweit, deshalb kann man unser Einkommen auch nicht von dem in MALI vergleichen. Eventuell mit dem in Österreich, bei dem wir in Deutschland deutlich schlechter abschneiden bei höherer Produktivität und niedsrigeren Lohn-Stückkosten, d.h. es müßte in Deutschland höher sein. Das aber hat die Politik der SPD, CDU, GRÜNE und FDP verhindert um die Gewinne der Superreichen deutlich zu steigern und Deutschland international wettbewersfähig zu machen. Das ist, wie allenthalben immer bejubelt wird, durch HARTZ IV gelungen.

    Also die Definition der ARMUT gilt weltweit und ist auf die jeweiligen Länder beschränkt. Deshalb kann man nur die Länder mit der jeweiligen relativen Armut vergleichen und nicht absolut, was so gerne die Wohlhabenden machen.

    Deshalb ist auch ganz unerträglich, das durch die Medien immer vermittelt wird, jeder könne die ARMUT so definieren, wie es ihm beliebt (siehe Spahn). Wenn auch die Superreichen in die Statistik der Ermittlung des Medians einbezogen würden (gegenwärtig nicht der Fal, weil deren Einkommen niemand kennt, Steuergeheimnis und sie sicher selber nicht wissen ob sie nun drei oder 5 Mrd. jährlich Gewinn erwirtschaften, denn wer kann da schon den Überblick behaltenl) würde die Armutsgrenze in Deutschland bei 1500 € monatlich liegen. Es wird aber geschummelt auf Teufel komm raus.

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