Wohnberechtigungsschein Rechner- diese Einkommensgrenzen gelten

Tipps WohnberechtigungsscheinEin Wohnberechtigungsschein ist eine gute Sache. Wer ihn hat, darf in eine Sozialwohnung ziehen. Dann zahlt er eine viel geringere Miete als auf dem freien Wohnungsmarkt. Entsprechend begehrt ist der Schein.

Einkommensgrenzen für einen Wohnberechtigungsschein variieren

Doch vor den Wohnberechtigungsschein kommt erst das genaue Rechnen. Denn grundsätzlich gilt eine Einkommensgrenze. Laut Bundesgesetz darf eine Person pro Jahr 12.000 € Einkommen haben.

Bei zwei Personen sind es 18.000 € und bei drei Personen 22.600 €. Für jede weitere im Haushalt lebende Person kommen dann jeweils 4.100 € und pro Kind noch einmal 500 € pro Jahr hinzu. Übrigens: Als Jahreseinkommen zählt das Einkommen, welches für die 12 Monate nach Antragstellung erwartet wird. Ist das nicht ermittelbar, wird auf das Einkommen der vergangenen 12 Monate zurückgegriffen.

Einfach zu berechnen ist das Haushaltseinkommen trotzdem nicht. Denn in vielen Bundesländern gibt es Ausnahmen. In Berlin etwa liegen die Einkommensgrenzen grundsätzlich um je 40 Prozent höher als sie es laut Bundesgesetz dürfen. Hier darf eine Person also pro Jahr 16.800 € Einkommen haben. Zwei Personen dürfen auf 25.200 € kommen. Für jede weitere Person im Haushalt kommen 5.740 € und pro Kind weitere 700 € hinzu.

Lebenshaltungskosten lassen Einkommensgrenzen steigen

Mit 21.730 € Jahreseinkommen hat Stuttgart eine der höchsten Einkommensgrenzen für einen Ein-Personen-Haushalt, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 19.400 € für den Ein-Personen-Haushalt. Außerdem gibt es in den Ländern, Städten und Gemeinden zusätzliche Sonderregelungen, zum Beispiel für Familien mit mehreren Kindern oder für andere Bevölkerungsschichten. Wer die für seinen Wohnort geltende Grenze beim Einkommen erfahren möchte, muss deshalb in seiner Gemeinde nachfragen.

Ob das Einkommen dann aber die vor Ort geltende Einkommensgrenze überschreitet, lässt sich ebenfalls nicht einfach feststellen. Es genügt nicht, nur die Lohnabrechnung zu Rate zu ziehen. Bei der Berechnung des Einkommens gibt es zahllose Pauschalen und Freibeträge. Sie werden von dem Bruttojahreseinkommen abgezogen. In einigen Orten hängen sie von Größe und Art des Haushalts ab oder gelten nur für bestimmte Personengruppen, wie etwa jung verheiratete Paare. Das führt dazu, dass auch Personen einen Wohnberechtigungsschein bekommen können, die mit ihrem Jahreseinkommen weit über den Grenzen liegen.

Ganz allgemein lassen sich pauschale Abzüge sowie Frei- und Abzugsbeträge nennen. Sie gelten vom Grundsatz her bundesweit. Deshalb können sie an dieser Stelle auch aufgeführt werden. Ob es in der betreffenden Gemeinde noch andere Varianten bei den Abzügen gibt, muss zusätzlich erfragt werden.

Pauschale Abzüge mindern für fast alle Antragsteller das Einkommen

Pauschale Abzüge vom Einkommen darf jeder Arbeitnehmer vornehmen. Ein pauschaler Abzug von 10 Prozent gilt jeweils für die Lohn- und Einkommensteuer, für die Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse und für die Beiträge zur gesetzlichen Rentenkasse. Im besten Fall gehen damit bereits 30 % von der Einkommensgrenze ab.

Werden statt der Pflichtbeiträge freiwillige Zahlungen geleistet, dürfen diese in der tatsächlichen Höhe plus Anteil des Arbeitgebers abgezogen werden. Allerdings dürfen die Abzüge nicht mehr als 10 Prozent des Einkommens ausmachen. Für Beamte bleiben Beiträge für die private Alterssicherung unberücksichtigt. Denn sie bekommen ihre Alterssicherung bereits vom Steuerzahler finanziert.

Freibeträge und Abzüge gelten nur für bestimmte Personengruppen

Wer alleinerziehend ist, kann für jedes Kind unter 12 Jahren 600 € im Jahr abziehen. Voraussetzung ist, dass er für das Kind Kindergeld bekommt. Außerdem muss der Alleinerziehende berufstätig sein oder sich in Ausbildung befinden. Auch für Kinder mit eigenem Einkommen dürfen 600 € pro Jahr abgezogen werden. Sie müssen dafür jedoch dauerhaft im Haushalt leben, mindestens 16 Jahre und nicht älter als 25 Jahre sein.

Schwerbehinderte haben einen Freibetrag in Höhe von 4.500 € pro Jahr. Dafür muss der Grad der Behinderung aber bei 100 Prozent liegen. Beträgt er mindestens 80 Prozent, muss der Behinderte zusätzlich noch zu Hause gepflegt werden. Liegt der Grad der Behinderung unter 80 Prozent, schrumpft der Freibetrag auf 2100 € im Jahr. Auch hier muss der Behinderte zu Hause pflegebedürftig sein.

Einen Freibetrag von 4.000 Euro im Jahr haben junge Ehepaare. Vorausgesetzt, sie sind beide unter 40 Jahre alt. Am Ende des fünften Jahres nach Eheschließung läuft dieser besondere Freibetrag aus.

Unterhaltsleistungen, zu denen jemand gesetzlich verpflichtet ist, mindern das Einkommen ebenfalls. Allerdings gibt es eine Obergrenze. Das ist die Summe, die gerichtlich per Unterhaltsvereinbarung festgelegt wurde.

Gibt es keine Unterhaltsvereinbarung, dürfen jährlich maximal 3.000 € abgezogen werden. Dafür muss das betreffende Familienmitglied zwar zum Haushalt gehören. Es sollte aber in der Berufsausbildung sein und deshalb auswärts wohnen.

Wer seinem dauerhaft getrennt lebenden Ehe- oder Lebenspartner Unterhalt zahlt, darf bis zu 6.000 € im Jahr vom Einkommen abziehen. Das gilt auch für Geschiedene. Für alle anderen Personen, die Unterhalt bekommen, dürfen noch einmal bis zu 3.000 € im Jahr abgezogen werden. Wichtig: Diese Personen dürfen nicht mit in dem Haushalt wohnen!

Nachfragen bringt Klarheit

Bei den verschiedenen Einkommensgrenzen, Pauschalen und Freibeträgen verliert man leicht die Übersicht. Deshalb gibt es einen wichtigen Rat. Alle, die einen solchen Schein haben möchten, sollten im Zweifel einfach einen Antrag stellen. Dann prüft die Behörde den Anspruch. Geht diese Prüfung positiv aus, gibt es den Wohnberechtigungsschein.

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