Nebenjob Verdienstgrenzen im StudentenjobKann man zu viel Geld haben? Eigentlich nicht, oder? Der Staat findet jedoch: Studenten können durchaus zu viel Geld haben.

Wenn Sie keine Nachteile durch Ihren Nebenjob haben möchten, sollten Sie folgendes beachten.

Wer gilt als Student?

Als Studenten gelten sowohl Studenten von Hochschulen als auch von Fachhochschulen. Grundsätzlich zählen auch die Schüler von Berufs-, Techniker- oder Meisterschulen zu den Studenten. Ganz allgemein kann man sagen, dass Schüler- und Studentenjobs das Gleiche sind, und steuerrechtlich auch gleich behandelt werden.

Zu beachten ist, dass ein Job, der regelmäßig neben dem Studium ausgeübt wird, nicht mehr als 20 Stunden pro Woche überschreiten sollte. Der Schwerpunkt liegt dann nicht mehr auf dem Studium. Sie verlieren Ihren Studentenstatus, und damit alle steuerlichen Privilegien.

Falls Sie Ihrer Beschäftigung (z.B. als Kellner) nur am Wochenende, in den Abendstunden oder während der Semesterferien nachgehen, können Sie trotzdem die Grenze von 20 Stunden überschreiten. Dies muss im Einzelfall geprüft werden.

Welche Verdienstgrenzen sind zu beachten?

Ab dem 01. Januar 2013 ist die Verdienstgrenze für Minijobs auf 450€ im Monat gestiegen. Einmalzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld etc.) müssen monatlich aufgerechnet werden. Sie als Student bleiben von Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung befreit.

Für BAföG-Empfänger gilt die 400€ Grenze. Für genauere Infos und Einzelfälle informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen BAföG-Amt.

Kann man auch mehreren 450-Euro-Jobs nachgehen?

Ja, aber die Summe der Einkommen darf die Verdienstgrenze von 450€ monatlich nicht überschreiten.

Jeder Student kann im Jahr 5400€ steuerfrei verdienen. Wer diesen Betrag überschreitet, hat noch eine Werbungskostenpauschale seit 2011 von 1000€, die er geltend machen kann. Das kann ganz hilfreich sein, wenn man weiter BAföG und Kindergeld beziehen möchte.

Kurzfristige Beschäftigungen für Studenten

Viele Studenten arbeiten nicht neben ihrem Studium, sondern möglichst nur in den Semesterferien, damit ihnen möglichst viel Zeit für ihr Studium bleibt. Für solche Studenten bietet sich eine kurzfristige Beschäftigung an. Dabei handelt es sich meist um Saison- oder Aushilfstätigkeiten, die zeitlich begrenzt sind.

Eine kurzfristige Beschäftigung darf an 50 Arbeitstagen oder zwei Monaten im Kalenderjahr ausgeübt werden. Der Arbeitgeber hat keinerlei Sozialversicherungsabgaben zu zahlen. Dabei ist es gleichgültig, wie viel der Student mit seiner Tätigkeit verdient. Der Lohn ist allerdings uneingeschränkt lohnsteuerpflichtig.

Vorsicht Sonderzahlungen!

Sonderzahlungen, wie zum Beispiel Weihnachtsgeld, werden anteilig auf jeden Arbeitsmonat eines Kalenderjahres angerechnet. Als Student sollte man sich vorher erkundigen, ob es solche Sonderzahlungen gibt, damit man nicht am Ende des Jahres über die Verdienstgrenze rutscht.

Rentenversicherung

Studenten brauchen für ihre Minijobs keine Beiträge in die  Rentenversicherung einzahlen. Sie können es allerdings auf freiwilliger Basis tun und ihre Rentenansprüche dadurch enorm verbessern.

: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 1 abgegebenen Stimmen.
Loading...
jetzt Teilnehmen!

Proband werden und Geld verdienen:

Einladungen zu Studien und Produkttests