Übersetzer werden: so geht’s!

Geld verdienen als ÜbersetzerVon zu Hause aus Geld verdienen am eigenen PC kann man auch als Übersetzer. Für kleinere Übersetzungen werden immer wieder Übersetzer gesucht, die schnell einfachere Übersetzungsarbeiten erledigen. Einige Dinge sollte man dafür aber schon mitbringen. Welche das sind, und was man als angehender Übersetzer sonst noch wissen sollte, erklären wir kurz und übersichtlich in unserem Beitrag.

Die Qualifikation

Gute Übersetzungen (und Qualität wird immer verlangt) erfordert eine gute Kenntnis der eigenen Muttersprache und eine solide Kenntnis der Ausgangssprache. Übersetzt wird ausschließlich in die eigene Muttersprache (jedenfalls im einigermaßen professionellen Bereich). Man geht davon aus, dass nur jemand wirklich in der eigenen Muttersprache hundertprozentig perfekt ist, und auch alle sprachlichen Feinheiten versteht und korrekt umsetzen kann. Auch professionelle Übersetzer übersetzen ausschließlich in ihre Muttersprache – egal wie viele und wie gut sie Fremdsprachen beherrschen.

Bei Menschen, die zweisprachig aufgewachsen sind, ist die Entscheidung manchmal schwierig, was die Muttersprache ist. In solchen Fällen ist die Muttersprache aber in aller Regel die Sprache des Landes, in dem man hauptsächlich lebt. Ausnahmen kann es hier manchmal geben – etwa wenn jemand zwar in Deutschland lebt, in seinem Arbeits- und Privatleben aber praktisch ausschließlich Italienisch spricht, kann in diesem Fall auch Italienisch die Muttersprache sein.

Brauche ich als Übersetzer eine Ausbildung?

In Deutschland: nein. In Österreich ist ein Studium und eine Prüfung allerdings vorgeschrieben, um als Übersetzer oder Dolmetscher arbeiten zu dürfen. Grundsätzlich schadet eine Prüfung aber nicht, vor allem nicht, wenn man an seriöse und lukrativere Aufträge herankommen möchte.

IHK-Prüfung

Eine solche Prüfung kann man an der IHK ablegen. Sie dürfen nach der Prüfung dann die Bezeichnung “geprüfter Übersetzer” führen. Voraussetzung zur Prüfung sind:

  • ausreichende Sprachkenntnis der Fremdsprache (Sprachniveau mindestens C2, Ausbildungsnachweis oder anerkannte Sprachprüfung ist notwendig)
  • Abschlussprüfung in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf und mindestens ein Jahr Berufspraxis, dazu muss ein Bezug zur Fremdsprache gegeben sein (zum Beispiel als Sekretär/in mit fremdsprachlicher Kommunikation).
  • ein Vorbereitungslehrgang

Die Prüfung kann gegen eine Prüfungsgebühr von 300 Euro an den IHKs abgelegt werden. Die Vorbereitungskurse finden in privaten Bildungseinrichtungen statt, und bewegen sich je nach Umfang im Bereich von ca. 1.500 bis 3.000 Euro, sind aber z.B. durch Bildungsschecks förderfähig. Mit einer Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondent kann man auch die wirtschaftlichen Grundlagen, die für die IHK-Prüfung nötig sind, erhalten.

Staatliche Prüfung

Ein staatlich geprüfter Übersetzer hat seine Prüfung an einer Prüfungsstelle im jeweiligen Bundesland abgelegt. Die Zulassungsvoraussetzungen sind hier anders als bei der IHK, das Zertifikat gilt im Allgemeinen auch als besser angesehen.

Notwendig ist zumindest die mittlere Reife, Abitur wird empfohlen. Dazu muss eine “angemessene fachliche Ausbildung oder Tätigkeit im Bereich der Zielsprache” gegeben sein. Das ist etwa:

  • eine mindestens dreijährige Ausbildung an einer anerkannten Übersetzerschule oder
  • ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Fremdsprache oder
  • eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit als Übersetzer dieser Fremdsprache
  • mindestens fünf Jahre hauptberufliche Tätigkeit im Land, in dem die Fremdsprache gesprochen wird. Ein Beruf, bei dem man mündlich und schriftlich intensiv mit der Sprache zu tun hatte

Nicht alle Sprachen werden dabei in allen Bundesländern angeboten. In manchen Fällen muss man also die Prüfung in einem anderen Bundesland ablegen.

Übersetzer ohne Ausbildung

Man darf in Deutschland aber auch ohne Ausbildung als Übersetzer arbeiten. Gerade kleinere und weniger bedeutende Übersetzungen werden aus Kostengründen gerne an nicht geprüfte Übersetzer vergeben. Solche Aufträge bekommt man häufig auf Übersetzer-Plattformen, wo man sich mit einem Profil registrieren kann.

Was kann man als Übersetzer verdienen?

Übersetzer VerdienstÜbersetzer, die selbständig (als sogenannte “Freelancer”) arbeiten, verlangen in der Regel zwischen 8 und 12 Cent pro Wort. Mehrfach vorkommende Wörter, Begriffe oder Phrasen werden dabei im Allgemeinen nur einmal gezählt, der Gesamtanteil an Wörtern ist damit (im professionellen Bereich) also meist deutlich höher.

Für Übersetzer ohne Prüfung liegen die Verdienstmöglichkeiten in der Praxis meist zwischen 2,5 Cent bis rund 6 Cent pro Wort. Das ist immer Verhandlungssache mit dem Auftraggeber. Besonders gesucht sind immer fachliche Kenntnisse (wer aus dem Bankwesen kommt und Finanztexte übersetzt wird in der Regel mehr verlangen können als jemand, der keine solche Kenntnisse hat).

Die Auftragslage ist auch über die Jahre überraschend gut. Wer gute Qualität und einen hohen Turnover (schnelle Bearbeitung hoher Mengen Text in kurzer Zeit) bieten kann, und dazu ein, zwei gute Referenzen hat, findet relativ gut Aufträge. Fachkenntnisse in Wirtschaft, Technik oder Medien sind häufig gesucht und erhöhen die Chancen für entsprechende Aufträge deutlich.

Wo findet man Aufträge?

In den meisten Fällen wird die beste Quelle eine Auftragsplattform für Übersetzer sein. Ein aussagekräftiges Profil, kurze, aber vollständige Angaben zu Kenntnissen und Referenzen sind hier hilfreich. Vergessen Sie auch nicht auf ein Foto. Das ist häufig ein wichtiges Kriterium.

Alternativ kann man auch auf Textplattformen oder als sogenannter Clickworker auf entsprechenden Plattformen nach Übersetzungsaufträgen suchen, wird dort aber in der Regel nur eher eingeschränkt fündig – bei hoher Konkurrenz.

Interessant kann es auch sein, Buchautoren, Bloggern und Webseitenbetreibern gezielt Pauschal-Angebote zu machen, wenn eine Internationalisierung der Webseite ein Thema ist. Für ein Buch oder ein Blog ergeben sich beispielsweise zusätzliche Einkommenschancen, wenn es für ein Zielland übersetzt wird. Wer ein wenig von Medien versteht, kann hier häufig punkten.

Ein Tipp: Übersetzungssoftware

Wer als Übersetzer Geld verdienen möchte, sollte sich unbedingt mit dem Thema CAT-Software (Computer-Aided-Translation) beschäftigen. Kein professioneller Übersetzer arbeitet heute mehr ohne diese Software-Suites. Was man einmal übersetzt hat, braucht man nie wieder übersetzen – der Computer fügt diese Wörter, Phrasen oder Textteile gleich automatisch bei neuen Übersetzungen ein.

Die Software-Suites gibt es entweder sehr teuer von professionellen Anbietern (z.B. SDL Trados), aber auch kostengünstige SaaS-Angebote (wie etwa wordbee.com) oder sogar kostenlose Software mit sehr guter Qualität (etwa OmegaT). Durch Einsatz solcher Systeme ist ein Turnover von rund 5.000 – 10.000 Wörtern pro Tag durchaus möglich.

Voraussetzung ist aber natürlich die Fachkenntnis. Gute Übersetzungen werden sehr exakt angefertigt, und geben Wort für Wort genau den Sinngehalt des Ausgangstextes wieder. Das ist auch für Profis oft knifflig. Darin besteht aber der Hauptzweck der Arbeit.

Fazit

Wer eine Fremdsprache sehr gut beherrscht, oder zweisprachig aufgewachsen ist, kann durchaus als Übersetzer Geld verdienen. Sie müssen sich aber natürlich als Freiberufler anmelden, und die Einnahmen entsprechend versteuern. Wer sich weiterqualifiziert, kann durchaus auch seinen Lebensunterhalt mit Übersetzungen völlig ortsunabhängig durch reine Onlinearbeit bestreiten.

: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 1 abgegebenen Stimmen.
Loading...
jetzt Teilnehmen!

Proband werden und Geld verdienen:

Einladungen zu Studien und Produkttests
2017-02-15T15:39:54+00:00 Heimarbeit, Nebenjob|

Hinterlassen Sie einen Kommentar

für Newsletter anmelden

Mehr als 20.000 Teilnehmer sind schon dabei!
Liste mit den 20 besten Marktforschungsinstituten kostenlos per Mail
Einladungen zu Studien und Produkttests
kostenlos und unverbindlich
 
Eintragen
Sie können sich jederzeit abmelden!
close-link

Proband werden und Geld verdienen

Einladungen zu Studien und Produkttests
kostenlos und unverbindlich
jetzt mitmachen
close-link
jetzt Teilnehmen!

Proband werden und Geld verdienen:

Einladungen zu Studien und Produkttests
close-link

Einladungen zu Studien und Produkttests
Anmelden
-kostenlos -
-unverbindlich-
jetzt Teilnehmen!

Proband werden und Geld verdienen:

Einladungen zu Studien und Produkttests
close-link
Proband werden und Geld verdienen
Einladungen zu Studien und Produkttests
kostenlos und unverbindlich
Eintragen
Sie benötigen für die Anmeldung einen PC!
TOP 20 Liste der Anbieter kostenlos per Mail:
Eintragen