Staplerschein machen – Ausbildung, Kosten

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Staplerschein machenWer einen Gabelstapler fahren kann, eröffnet sich viele Möglichkeiten. Er kann sich in seinem Beruf fortbilden und danach neue Aufgaben übernehmen.

Er kann eine Arbeit in einer Firma annehmen, in der Waren bewegt werden, etwa Unternehmen mit großen Lagern und Depots. Und er eröffnet sich die Chance für einen attraktiven Nebenjob. Denn auch in der Logistik werden Helfer gebraucht, die über einen Flurfördermittelschein verfügen. So heißt der Staplerschein im Amtsdeutsch.

Voraussetzungen, um Staplerschein zu machen

Wer einen Gabelstapler fahren möchte, braucht dafür eine besondere Berechtigung. Aufgestellt wurden sämtliche Richtlinien nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaften der Branche. Denn ohne eine entsprechende Prüfung und den Nachweis von praktischem und theoretischem Wissen darf niemand auf ein solches Gerät steigen. Die Berufsgenossenschaften sind für den Unfallschutz zuständig. An ihren Grundsätzen führt kein Weg vorbei.

Um überhaupt die Chance zu bekommen, den Staplerschein zu erwerben, muss man im Besitz eines gängigen Führerscheins sein. Das gilt sowohl für die betriebliche Ausbildung zum Staplerfahrer als auch für den privaten Erwerb einer Berechtigung.

Laut Berufsgenossenschaft muss der Anwärter außerdem entsprechende geistige und körperliche Voraussetzungen mitbringen. Gut zu sehen und zu hören sind unabdingbar für das Führen eines solchen Gerätes. Getestet wird das in einer speziellen Vorsorgeuntersuchung. Außerdem gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. Niedergeschrieben sind diese Bedingungen in der DGUV Vorschrift 68 und dem DGUV Grundsatz mit der Nummer 308-001.

Ausbildung in Theorie und Praxis

Die Ausbildung selbst gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der Unterricht in der Theorie umfasst alles, was der Staplerfahrer im Hinterkopf behalten muss, um unfallfrei zu fahren.

Das sind Vorschriften für die Sicherheit, Verhaltensweisen zur Vermeidung von Unfällen und selbstverständlich die Betriebsanleitung. Wer einen Stapler fährt, sollte mindestens die technische Funktionsweise kennen. Vermittelt werden deshalb Kenntnisse über das Gerät und seinen Aufbau.

Parallel zum theoretischen Unterricht werden praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt. Der zukünftige Fahrer eines Gabelstaplers lernt, das Gerät problemfrei zu beherrschen. Er erfährt, wie man es durch enge Regalreihen und kurviges Gelände steuert. Und er eignet sich die Fähigkeit an, Last aufzunehmen, sie zu heben und wieder abzusetzen.

In den Unternehmen werden verschiedene Arten von Gabelstaplern eingesetzt. Die Geräte werden zum Beispiel elektrisch oder mit Benzin betrieben. Innerhalb einer praktischen Ausbildung lernen die potenziellen Staplerfahrer in der Regel die unterschiedlichen Geräte kennen.

Nicht immer erfolgt die praktische Ausbildung an allen Varianten. Wer im Fahrunterricht nur ein Gerät kennenlernt, kann sich aber leicht nachschulen lassen. Notwendig wird das zum Beispiel, wenn er im Job auf ein anderes Gerät umsteigt.

Insgesamt dauert die Ausbildung nur ein paar Tage. Über die Zeitspanne entscheidet der Anbieter des theoretischen und praktischen Unterrichts. Auch die Vorkenntnisse des Schülers bestimmen, ob die Ausbildung nur fünf Tage umfasst oder ob ein paar Tage mehr investiert werden müssen.

Am Ende steht die Prüfung zum Staplerfahrer

Ohne eine abschließende Prüfung gibt es keinen Staplerschein. Am Schluss der theoretischen und praktischen Ausbildung muss der angehende Staplerfahrer deshalb seine Kenntnisse unter Beweis stellen.

Theoretisches Wissen ist beim Ausfüllen von Fragebögen wichtig. Im praktischen Teil der Prüfung muss ein Parcours gemeistert werden. Außerdem sind Lasten sicher zu bewegen. Unter den kritischen Augen der Prüfen kommt es insgesamt darauf an, sämtliche Vorschriften einzuhalten.

Wer die Prüfung erfolgreich hinter sich bringt, darf dann endlich den Staplerschein in Empfang nehmen. Fortan ist er berechtigt, das Gerät zu fahren. Das geht jedoch nur innerhalb des Unternehmens oder in dessen Lager.

Für den Straßenverkehr sind weder das Gerät und noch der Schein zugelassen. Welche der verschiedenen Typen von Gabelstaplern der Inhaber des Papiers fahren darf, ist im Schein vermerkt.

Kosten für den Unterricht

Wie viel Geld in die Ausbildung investiert werden muss, hängt vom Anbieter ab. In der Regel bewegen sich die Kosten für einen Führerschein in einer Spanne zwischen 80 € und 150 €.

Firmen bezahlen ihren Mitarbeitern die Ausbildung. Das ist immer dann der Fall, wenn der Schein für die tägliche Arbeit im Unternehmen gebraucht wird. Dann sucht die Firma auch den Anbieter aus. Meist arbeitet sie immer mit einem bestimmten Schulungsanbieter zusammen. Das kann die DEKRA sein oder der TÜV, eine spezialisierte Firma oder ein freier Ausbilder.

Natürlich lohnt es sich auch für private Interessenten, einen Staplerschein zu erwerben. Wer sich aus Interesse dazu entscheidet, muss die Ausgaben dafür meist selbst übernehmen. In diesem Fall lohnt sich der Blick auf die Kosten ganz besonders. In einem Preisvergleich lässt sich so der beste Anbieter herausfinden.

Entscheidend ist dabei nicht allein der Preis. Auch die Art und Weise der Wissensvermittlung und die Dauer der Ausbildung spielen bei der Wahl eine Rolle. Sich im Kreis der Bekannten umzuhören ist eine Möglichkeit, den idealen Anbieter zu finden.

Viele der Ausbildungsanbieter verfügen auch über eine eigene Webseite. Hier nach den Urteilen von zufriedenen Absolventen zu suchen ist eine weitere Variante. Perfekt sind Ausbilder, die nicht mit zu großen Gruppen arbeiten. Denn der beste Unterricht spielt sich im kleinen Kreis ab. Dann hat der potenzielle Staplerfahrer ausreichend Zeit zu üben und das Gerät umfassend kennenzulernen.

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2017-06-26T16:22:28+00:00 Nebenjob|

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