Wem das Taschengeld nicht reicht, muss sich nach anderweitigen Möglichkeiten umsehen, sich ein wenig dazu zu verdienen. Ganz so einfach wie es zunächst scheint, ist das allerdings nicht, denn Kinderarbeit ist in der Bundesrepublik Deutschland prinzipiell verboten. Dementsprechend sind die Verdienstmöglichkeiten für Minderjährige durch den Gesetzgeber beschränkt. Welche Nebnobs für Jugendliche ab 14 bzw. 16 Jahren zulässig sind und was es bei Schüler-Jobs insgesamt zu beachten gibt, erläutert der folgende Artikel.

Warum sind für Schüler nur bestimmte Jobs geeignet?

SchülerjobsWer neben der Schule arbeiten möchte und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat es bei der Jobsuche nicht leicht, denn der Gesetzgeber erlaubt Minderjährigen noch lange nicht jede Tätigkeit. Diese Tatsache fußt in erster Linie auf den Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes, das insbesondere für Jugendliche unter 16 Jahren sehr strenge Bedingungen an die Arbeitstätigkeit knüpft, da die Grenzen zwischen Kinderarbeit, die wie bereits erwähnt verboten ist, und dem Umstand, etwas dazu zu verdienen, fließend verlaufen. Darüber hinaus ist es aber nicht nur der Gesetzgeber, der dem Arbeitswillen von Minderjährigen Grenzen setzt, sondern auch die Unternehmen selbst, was wiederum zahlreiche andere Gründe hat. Zu den geläufigen Gründen

zählt zum Beispiel die Argumentation, dass viele privatwirtschaftliche Unternehmen überwiegend anspruchsvollere Ferienjobs vergeben, die für das geistige und körperliche Leistungsniveau von unter 16-Jährigen beziehungsweise unter 18-Jährigen schlichtweg nicht geeignet sind. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass das Anlernen eines Schülers für eine bestimmte Tätigkeit für das Unternehmen mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, die die Produktivität des Schülers überschreiten. Es liegt also auf der Hand, dass Jobs für Schüler im produzierenden Gewerbe oder in der Gastronomie somit ausscheiden. Derartige Beschäftigungen sind Jugendlichen ab 16 respektive 18 Jahren vorbehalten. Dies hängt ebenfalls mit dem Jugendschutzgesetz sowie dem Jugendarbeitsschutzgesetz zusammen, denn die Gesetzestexte verbieten beispielsweise, dass Minderjährige alkoholische Getränke ausschenken oder spät abends noch arbeiten.

Welche Hürden sind bei Schülerjobs zu beachten?

Bei all diesen Hindernissen und Beschränkungen ist es nur allzu verständlich, dass sich die Frage danach stellt, welche Schülerjobs denn überhaupt ab 14 Jahren ausgeübt werden können und wie viele Stunden diese Tätigkeit pro Tag umfassen darf. Der Gesetzgeber kennt auch auf diese Frage eine eindeutige Antwort. Prinzipiell kategorisiert der Gesetzgeber die Jobs in zwei Bereiche, nämlich in die Tätigkeiten, die zwischen dem 13-15 Lebensjahr ausgeführt werden dürfen und solche, die erst Jugendlichen ab dem 16. Lebensjahr zugänglich sind. Für die erstgenannte Gruppe gilt unter anderem eine maximale Arbeitszeit von 2 Stunden pro Tag sowie die zusätzliche Bedingung, dass nicht während der Schulzeit sowie nicht nach 18 Uhr gearbeitet werden darf. In dieser Kategorie gelten leichte Hilfsarbeiten, das Zeitungsaustragen sowie anderweitige Botengänge als beliebte Verdienstmöglichkeiten. Bei aller Motivation, das erste eigene Geld zu verdienen, sollten Schüler unter 16 Jahren aber berücksichtigen, dass für die Annahme eines Schülerjobs in jedem Fall die Einwilligung eines Erziehungsberechtigten benötigt wird. Sobald das 16. Lebensjahr erreicht ist, steigt die Vielfalt an möglichen Tätigkeiten hingegen spürbar an, da die Schulpflicht in Deutschland ab diesem Zeitpunkt endet und Schüler dementsprechend bis zu 8 Stunden am Tag arbeiten darf. Eine der wenigen Beschränkungen ist das Tätigkeitsverbot nach 20 Uhr sowie vor 6 Uhr womit insbesondere lukrative Ferienjobs für Schüler in Clubs und Bars entfallen. Abgesehen davon können Jugendliche ab 16 Jahren reguläre sozialversicherungspflichtige Minijobs annehmen und somit durchaus auch mehr als 400 Euro im Monat verdienen.

Was macht Online-Umfragen so attraktiv?

Wer sich dazu entschließt, mit Online-Umfragen Geld verdienen zu wollen, kann jedoch auch nicht ohne Weiteres loslegen und sich bei jedem x-beliebigen Online-Panel anmelden, da auch die Betreiber unterschiedliche Altersgrenzen für die Registrierung setzen. In der Regel beträgt das Mindestalter für die Registrierung 16 Jahre, wobei derzeit auch viele Portale existieren, die auch Schülern ab 13 Jahren die Teilnahme an bezahlten Online-Umfragen ermöglichen. Wie bei allen Geschäften, die im Internet abgeschlossen werden, gilt allerdings auch an dieser Stelle die Losung: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Dies bedeutet nichts weiter, als dass die Erziehungsberechtigten die Teilnahmebedingungen genauestens unter die Lupe nehmen sollten, denn schwarze Schafe gibt es auch in diesem Bereich. Sobald das Vorhaben durch die Erziehungsberechtigten abgesegnet ist, kann die Anmeldung bei einem sogenannten Online-Panel erfolgen. Diese speziellen Plattformen führen im Auftrag von renommierten Konsumgüterproduzenten, öffentlichen Organisationen, Stiftungen sowie Forschungseinrichtungen Umfragen durch und greifen dazu auf einen großen Pool an aktiven Mitgliedern zu. Zu wie vielen und zu welchem Umfragen ein Nutzer per E-Mail eingeladen wird, hängt in erster Linie davon ab, wie sich das Nutzerprofil gestaltet, das bei der Anmeldung angelegt wird. Es liegt auf der Hand, dass Schüler in diesem Kontext gegenüber erwachsenen Personen, die über mehr Lebenserfahrung verfügen, natürlich im Nachteil sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich die Anmeldung bei einem oder mehreren Portalen nicht lohnt, denn es gibt auch oftmals Umfragen, die sich explizit an Jugendliche unter 18 beziehungsweise unter 16 Jahren richten.

Anmeldung ab 14 erlaubt:

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Meinungsstudie Meinungsstudie (jetzt Valued Opinions) ist eins der führenden Online-Marktforschungspanels der Welt. Falls man Kinder hat, können diese auch Umfragen beantworten
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MeinungsplatzMeinungsplatz gehört zu Panelbiz GmbH aus Berlin und ist Mitglied beim BVM (Bundesverband für Marktforschung)
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ab 10 €Konto➪kostenlose Anmeldung
EntscheiderclubEntscheiderclub ist ein Online-Panel der Firma GapFish GmbH aus Berlin
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MoviePanelmoviepanel gibt dir die Möglichkeit, mitzubestimmen, was im Kino läuft! Nehme jetzt an spannenden Online-Umfragen zum Thema Kino und Film teil und erhalte bei Neuanmeldung 50 Bonuspunkte Startkapitalab 5 €Amazon eGutschein, Kino Gutschein➪kostenlose Anmeldung
GlobalTestMarketGlobalTestMarket zwurde 1999 gegründet. Dahinter steht GMI, eines der international führenden Marktforschungsunternehmen
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ab 5 €PayPal oder Amazon-Gutschein➪kostenlose Anmeldung
MarketagentMarketagent kommt aus Österreich und gehört zu den wenigen Panels, die nach ISO 26362 zertifiziert sind. Die Anmeldung wird bereits mit 1,5 € vergütet
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ab 2 €PayPal oder Konto➪kostenlose Anmeldung

Derartige Umfragen dauern in den meisten Fällen zwischen 10 und 15 Minuten und können bequem vom Sofa aus erledigt werden, wobei es selbstredend möglich ist, jederzeit eine Pause einzulegen, was besonders attraktiv ist. In puncto Verdienstmöglichkeit unterscheiden sich die einzelnen Anbieter teilst erheblich voneinander, da einige die erfolgreiche Bearbeitung von Umfragen unmittelbar in Euro vergüten, andere hingegen den Umweg über ein Punktesystem gehen. Während die Vergütung, die in harten Euros verrechnet wird, im Regelfall direkt auf ein Girokonto ausgezahlt wird, ist es bei Anbietern mit Punktesystemen so, dass diese in einem Prämien-Shop versilbert werden können. In diesen Shops besteht die Möglichkeit, die erhaltenen Punkte in Konsumgutscheine für Amazon, Zalando und Co. einzutauschen oder diese ebenfalls in Bar auszahlen zu lassen, sodass eine gewisse Flexibilität gewahrt bleibt. Die mit Abstand bedeutendste Frage ist jedoch, wie viel Schüler letztendlich mit Online-Umfragen verdienen können. Der Verdienst hängt primär davon ab, wie viele Einladungen ein Nutzer erhält. Ist man lediglich bei einem Portal aktiv ist es möglicherweise nur eine Hand voll, während die Anmeldung bei gleich mehreren Panels gleich dutzende Umfragen pro Monat verspricht. Der Verdienst ist indes vom Anbieter abhängig, liegt in der Regel aber zwischen 50 Cent und 5 Euro pro erfolgreich abgeschlossener Umfrage. In Einzelfällen werden auch deutlich lukrativere Umfragen angeboten, die bis zu 15 Euro einbringen, was für einen Schüler selbstredend einen ansehnlichen Verdienst darstellt. Insgesamt können sich Schüler durch Online-Umfragen ohne großen Aufwand gut und gerne zwischen 20 und 50 Euro pro Monat zu ihrem Taschengeld hinzuverdienen.

Anmeldung ab 16 erlaubt:

 AnbieterAuszahlungArt der AuszahlungAnmeldung
IpsosIpsos i-Say ist ein Panel von Ipsos Research. Ipsos zählt zu den 10 größten Umfragenanbietern weltweit und existiert seit 30 Jahren
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ab 10 €Amazon eGutschein, Douglas, Ikea, MediaMark➪kostenlose Anmeldung
mysurveyMySurvey ist ein Marktforschungsunternehmen mit 3,5 Millionen Mitgliedern weltweit
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ab 5 €PayPal, Gutschein (z.B. Amazon)➪kostenlose Anmeldung

Sonstige Jobs für Schüler ab 14 Jahren

Wer mit Online-Umfragen dennoch nichts anfangen kann, dem stehen auch mit 14 Jahren dennoch einige Alternativen offen, die einen ordentlichen Verdienst versprechen. Hinter der Teilnahme an Online-Umfragen rangiert das Babysitten derzeit unangefochten auf Platz zwei im Beliebtheitsranking der Minijobs für Schüler. Dies verwundert nicht weiter, denn zumeist handelt es sich um Kinder aus der Nachbarschaft oder dem Bekanntenkreis, sodass zum »Arbeitgeber« bereits ein entsprechendes Vertrauensverhältnis besteht, was die Arbeit an sich vor allem für jüngere Jugendliche erheblich erleichtert. Eine weitere beliebte Zuverdienstmethode ist die Erteilung von Nachhilfeunterricht für jüngere Schüler oder Gleichaltrige, die in bestimmten Schulfächern erhebliche Defizite aufweisen. Der Vorteil ist, dass beide Seiten von dieser Praxis profitieren, denn der Nachhilfe erteilende Schüler festigt den Lernstoff und verdient sich zudem etwas hinzu, während die Eltern des Nachhilfeschülers eine Menge Geld sparen können. Also eine klare Win-win-Situation für alle Beteiligten. Auf dem letzten Platz des Rankings befindet sich die Nachbarschaftshilfe, die diverse Tätigkeiten wie unter anderem Botendienste, kleinere Gartenarbeiten oder die Hilfe beim Einkauf umfasst. Vor allem ältere Menschen freuen sich über fleißige Hände, die ihnen durch ihre tatkräftige Mithilfe das Leben erleichtern. Nicht umsonst zeigt sich der eine oder andere »Arbeitgeber« aus der Nachbarschaft dementsprechend besonders spendabel und erhöht den Stundensatz um den einen oder anderen Euro. Im Vergleich zum Babysitten oder der Teilnahme an Online-Umfragen, ist der Verdienst aber eher unterdurchschnittlich.

Unseriöse Angebote vermeiden

Im Angesicht der Beschränkungen, an die Schüler unter 16 Jahren gebunden sind, greifen vor allem internetaffine Jugendliche vorwiegend auf das Internet als Informationsquelle für sie Suche nach lukrativen Verdienstmöglichkeiten zurück. Da gerade die Weiten des World Wide Web nur so vor Stolperfallen und unseriösen Angeboten wimmeln, ist im Zuge der Jobsuche via Internet stets Vorsicht geboten. Bevor eine angeblich lukrative Jobofferte angenommen wird, sollten in jedem Fall die Eltern hinzugezogen werden, um rechtlichen und finanziellen Stolpersteinen aus dem Weg zu gehen. Wer auf sich auf der sicheren Seite wissen möchte und zudem ohnehin häufig am Computer tätig ist, sollte sich einmal genauer mit der Teilnahme an bezahlten Online-Umfragen beschäftigen, mit deren Hilfe sich das Taschengeld ordentlich aufbessern lässt.

Fazit

Am Ende des Tages lässt sich festhalten, dass Schüler ab 14 Jahren trotz der nicht unerheblichen Beschränkungen seitens des Gesetzgebers sowie der Wirtschaft dennoch einige attraktive Möglichkeiten haben, ihr Taschengeld aufzubessern. In der Gesamtbetrachtung stellen Online-Umfragen für Schüler die beste Möglichkeit dar, eigenes Geld zu verdienen, da der Verdienst nicht nur überdurchschnittlich ist, sondern auch zeitlich flexibel erzielt werden kann. Interessierte Schüler sollten sich im Vorfeld allerdings über die betreffenden Anbieter informieren und zusammen mit ihren Eltern den Anmeldungsprozess durchlaufen, um auf der sicheren Seite zu sein.

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