Wissenswertes für SamenspenderSamenspender ist nicht gerade ein Job, den man in seinen Lebenslauf aufnehmen würde, aber er kann sich durchaus lohnen. Und Ihre Gesundheit wird gratis durchgecheckt.

Warum sollte man Samen spenden?

Es gibt viele Paare, die ungewollt kinderlos bleiben. Bei 40 % dieser Paare ist die mangelnde Qualität des Spermas des Mannes das Problem.

In solchen Fällen hilft nur ein Samenspender um den Wunsch nach einem Kind zu erfüllen. Für ihre „Arbeit“ werden die Samenspender meist entlohnt, sodass durchaus auch ein finanzieller Anreiz die humanitäre Leistung versüßt.

Samenspender sollten sich bewusst machen, dass sie ihr genetisches Material zur Verfügung stellen. Natürlich ist es schön anderen Menschen einen sehnlichen Herzenswunsch zu erfüllen, aber leichtherzig oder nur des Geldes wegen sollte nicht gespendet werden.

Was verdient ein Samenspender?

Samenspender erhalten kein Gehalt oder Honorar, sondern eine Aufwandsentschädigung. Seriöse Samenbanken vergüten keine Einzelspenden, sondern schließen einen Vertrag mit dem Samenspender. Ein Spendenzyklus umfasst mindestens 6 Spendetermine.

Gezahlt wird erst nach einer abschließenden Blutuntersuchung, die 6 Monate nach der letzten Spende sicherstellen soll, dass der Samenspender auch wirklich gesund ist. Gezahlt wird übrigens nur, wenn die Samenspenden den qualitativen Ansprüchen genügen. Die Aufwandsentschädigung liegt pro Spende bei ca. 100 €.

Abhängig ist das von der Menge und der Qualität des gespendeten Materials. Der Samenspender erhält den Gesundheits-Check up allerdings gratis.

Welche Kriterien muss ein Samenspender erfüllen?

Die Kriterien für Samenspender sind sehr streng. Samenspender dürfen nicht rauchen, keine Drogen nehmen oder übermäßig Alkohol konsumieren. Sie sollten gesund leben, kein Übergewicht und natürlich keine Krankheiten haben. Sie werden auf Erbkrankheiten, HIV und Hepatitis untersucht.

Weiterhin wird von Ihren Spermien ein so genanntes Spermiogramm erstellt. Hier werden die Beweglichkeit und die Zahl Ihrer Spermien untersucht. Das Sperma eines Samenspenders muss sehr hochwertig sein, denn die Spermien müssen den Einfrier- und Auftauprozess überstehen.

Als letztes werden die Persönlichkeit und die Lebensumstände des potentiellen Samenspenders unter die Lupe genommen. Besitzen Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung oder absolvieren Sie gerade ein Hochschulstudium? Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus? Was sind Ihre Hobbies, wofür engagieren Sie sich und warum haben Sie sich entschlossen Samenspender zu werden?

Der Grund für diese genauen Untersuchungen liegt darin, dass man nicht mit absoluter Sicherheit sagen kann, welche Eigenschaften genetisch angelegt sind und welche Eigenschaften durch Umwelteinflüsse oder die Erziehung geprägt werden. Die Richtigkeit Ihrer Angaben müssen Sie dann durch gültige Ausweispapiere bestätigen.

Der Samenspender hat die Möglichkeit die Qualität seiner Spende zu beeinflussen, wenn er darauf achtet, dass es 4 Tage vor dem Termin zu keinem Samenerguss gekommen ist. Der letzte Samenerguss sollte allerdings nicht länger als 10 Tage zurückliegen.

Wie wird man zum Samenspender?

Meist schickt Mann eine Bewerbung an eine Samenbank, in der alle relevanten Informationen zur Person und zum Gesundheitszustand aufgeführt werden müssen. Das kann man natürlich auch per Email erledigen. Wenn die Samenbank Sie auf Grund der Angaben für geeignet hält, dann werden Sie zu einem Untersuchungsgespräch eingeladen.

Die erste Samenspende muss der Samenspender unentgeltlich zur Verfügung stellen. Im nächsten Schritt wird die Qualität des Spermas untersucht. Wenn sie nicht ausreichend ist, dann besteht in Einzelfällen die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu spenden.

Wer erhält die Samenspende?

Als Samenspender ist es Ihnen vielleicht nicht gleichgültig, wer Ihr Sperma bekommt. Die Kriterien für die Empfänger von Samenspenden sind fast so streng wie die Auswahl der geeigneten Spender. Zunächst einmal dürfen nur verheiratete heterosexuelle Paare Samenspenden empfangen, da der Gesetzgeber die Meinung vertritt, dass dem Kind ein Vater und eine Mutter zustehen.

Die Mutter darf meist nicht älter sein als 40 Jahre und der Mann nicht älter als 50 Jahre. Ein geeignetes Paar bekommt dann nicht einfach die Samenspende irgendeines Samenspenders. Es wird darauf geachtet, dass das Aussehen des sozialen Vaters mit dem Aussehen des Samenspenders weitgehend übereinstimmt.

Überhaupt wird darauf geachtet, dass der Samenspender zu dem Paar passt. Allerdings erfährt der Samenspender nicht, wer seine Samenspende erhält.

Schwarze Schafe

Leider werden auf Grund der strengen Auswahlkriterien sehr viele Menschen als potentielle Empfänger einer Samenspende ausgeschlossen. Der Kinderwunsch, der auch bei vielen der ausgeschlossenen Menschen besteht, wird von einigen schwarzen Schafen gerne ausgenutzt.

Im Internet und in Zeitungen finden sich sehr viele Aufrufe unseriöser Samenbanken, die Samenspender suchen. Das Problem mit diesen schwarzen Schafen besteht darin, dass die Samenspender die strengen Kriterien professioneller Samenbanken nicht erfüllen müssen.

Häufig werden Samenspender nicht auf Krankheiten (HIV, Hepatitis) untersucht. Für die Frauen und auch die Kinder besteht also ein erhebliches Risiko sich zu infizieren. Die künstliche Befruchtung wird nicht von Ärzten durchgeführt, da diese das rechtlich nicht dürfen.

Rechtliche Konsequenzen für Samenspender

In vielen Ländern wird die Identität des Samenspenders nach einigen Jahren aus der Datenbank gelöscht. Gezeugte Kinder haben also keine Möglichkeit den Samenspender ausfindig zu machen.

In Deutschland müssen diese Daten allerdings verwahrt werden und Kinder, die durch eine Samenspende gezeugt wurden, haben das Recht die Identität ihres genetischen Vaters zu erfahren. Vor Unterhaltsforderungen sind Samenspender zwar geschützt, aber theoretisch besitzen alle Ihre genetischen Nachkommen einen Erbanspruch.

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