Rechtspfleger Gehalt und Studium

Geld verdienen als Rechtspfleger GehaltRechtspfleger sind eine wichtige Säulen in der deutschen Justizlandschaft. Genau wie Richter, vertreten sie in Deutschland Recht und Gesetz.

Noch vor Jahren wurden viele Aufgaben an den Gerichten von Richtern ausgeführt. Heute nehmen Rechtspfleger diese Pflichten wahr. Und leisten dabei eine bedeutende Arbeit. Wieviel Geld Sie verdienen, und welche Aufgabe Sie erwarten, erläutern wir in diesem Beitrag.

Diese Aufgaben haben Rechtspfleger

Rechtspfleger gehören zu den Beamten des gehobenen Justizdienstes. Tätig sind sie bei den Gerichten oder bei der Staatsanwaltschaft. Ihren verantwortungsvollen Beruf über Rechtspfleger sachlich unabhängig aus. Das verbindet sie mit dem Berufsstand der Richter.

Wie auch die Richter sind Rechtspfleger nicht irgendeinem Vorgesetzten unterstellt. Sie sind einzig und allein dem Recht und der geltenden Gesetzgebung verpflichtet. Welche Aufgaben Rechtspfleger zu erfüllen haben, ist im Rechtspflegergesetz niedergelegt.

In der Hauptsache werden Rechtspfleger bei der freiwillige Gerichtsbarkeit eingesetzt. Dazu zählen zum Beispiel das Nachlass- und Vormundschaftsrecht sowie das Familienrecht.

Außerdem arbeiten viele Angehörige dieser Berufsgruppe im Registerrecht. Das können unter anderem das Handels- und Genossenschaftsregister sowie das Vereinsregister sein. Darüber hinaus kümmern sich viele Rechtspfleger um Mahn-, Insolvenz- und Zwangsvollstreckungsverfahren und arbeiten für die Strafvollstreckung sowie die Beratungshilfe.

Die Tätigkeiten, die Rechtspfleger in diesen Bereichen ausüben, sind vielfältig. Sie kümmern sich unter anderem um Grundbucheinträge oder Zwangsversteigerungen und verfassen Pfändungs- und Zwangsvollstreckungsbeschlüsse.

Darüber hinaus nehmen die Rechtspfleger auch verschiedene Aufgaben beim Familien- sowie dem Vormundschaftsgericht wahr. Eine sehr typische Aufgabe ist die Unterstützung bei der Testamentseröffnung sowie bei der Erteilung von Erbscheinen. Rechtspfleger arbeiten mit Insolvenzverwaltern zusammen und unterstützen die Gerichtsbarkeit bei der Festsetzung von Prozesskosten. Außerdem sind sie in der Strafvollstreckung tätig.

Gehalt und Verdienstmöglichkeiten eines Rechtspflegers

Bereits in der Ausbildung verdienen Rechtspfleger gut. Ihre Bezüge liegen bei etwa 1.200 € brutto im Monat. Dazu kommen Zulagen, wie etwa Familienzuschläge. Die Höhe der Bezüge ist im Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) festgelegt.

Steigt der Rechtspfleger in den Beruf ein, erhält er im gehobenen Dienst monatlich etwa 2.300 € brutto. Das entspricht der Besoldungsgruppe 9. Die Bezüge steigen mit der Berufserfahrung. Bis zu 4.000 € brutto und mehr kann ein Rechtspfleger in einer höheren Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe verdienen.

Berufsweg beginnt mit einem Dualen Studium

Um den Beruf eines Rechtspflegers ergreifen zu können, muss man erfolgreich ein Duals Studium absolvieren. Das Studium an einer staatlichen Fachhochschule dauert drei Jahre und besteht aus theoretischen Teilen und zum gleichen Teil aus berufspraktischen Einheiten.

Während die Theorie an der Fachhochschule gelehrt wird, findet die praktische Ausbildung sowohl bei Gerichten als auch bei der Staatsanwaltschaft statt. Dabei werden sämtliche Kenntnisse im Rechtswesen vermittelt, die für die Berufsausübung notwendig sind.

Wer zu einem Dualen Studium zugelassen werden will, muss mindestens die Fachhochschulreife mitbringen. Deshalb ist das Fachabitur, alternativ das Abitur an einem Gymnasium, eine wichtige Voraussetzung.

Außerdem muss der Bewerber die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Das der Beruf später in ein Beamtenverhältnis mündet, gibt es noch bestimmte Zugangsbestimmungen, unter anderem in Hinblick auf das Mindestalter. Allerdings sind diese Bestimmungen von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Neben diesen eher technischen Voraussetzungen muss ein Bewerber und zukünftiger Rechtspfleger auch recht persönliche Voraussetzungen erfüllen. Unabdingbar ist eine ausgeprägte Sozialkompetenz. Das hat mit dem Berufsbild eines Rechtspflegers zu tun. Denn in diesem Berufszweig arbeitet man täglich mit sehr verschiedenen Menschen. Das Spektrum reicht vom Bürger, der Rat such bis hin zu Anwälten und Notaren.

Eine andere wichtige Voraussetzung ist ein ausgeprägtes Kommunikationstalent. Ein Rechtspfleger muss sich gut ausdrücken und komplizierte juristische Zusammenhänge auch auf ganz einfache Weise vermitteln können. Er muss deshalb Fachtermini beherrschen und übersetzen, sie mündlich und schriftlich darlegen können.

Außerdem verlangen die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben eines Rechtspflegers nach der Fähigkeit, selbstständig arbeiten zu können. In seinem täglichen Berufsalltag muss der Rechtspfleger Sachverhalte schnell erfassen können. In sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhängen muss er sich auskennen, er braucht außerdem Entschlusskraft, muss einfühlsam und verantwortungsbewusst sein und darf sich von niemandem beeinflussen lassen.

Von der Ausbildung in das Berufsleben

Am Ende des Dualen Studiums und damit der Ausbildung zum Rechtspfleger gibt es die Rechtspflegerprüfung. Die muss der Absolvent bestehen, um so die notwendigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen, die ihn in den Staatsdienst führen.

Mit der erfolgreich bestandenen Prüfung ist die wichtigste Hürde beim Einstieg in den Beruf bereits genommen. Denn in Deutschland werden in jedem Jahr lediglich so viele Bewerber für eine Ausbildung zum Rechtspfleger zugelassen, wie zur gleichen Zeit aus dem Beruf ausscheiden. Für jeden, der in Rente geht, rückt also ein neu ausgebildeter Rechtspfleger nach.

Deshalb schließt sich an eine bestandene Ausbildung nahtlos eine Übernahme in den Staatsdienst an. Den Platz des neuen Rechtspflegers weist die Einstellungsbehörde zu. Das kann ein Gericht, die Staatsanwaltschaft oder die Justizverwaltung sein.

Übrigens kann auch ein Volljurist mit einer Befähigung zum Amt eines Richters Rechtspfleger sein. Dafür braucht er ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaft mit dem Abschluss eines zweiten Staatsexamens. Diese Möglichkeit richtet sich an alle jungen Juristen, die zwar ein zweites Staatsexamen, aber keine Eignung für die Laufbahn eines Richters oder eines Staatsanwalts vorweisen können.

In der Regel sind Rechtspfleger Beamte. Ihren Beamtenstatus haben sie schon während ihres dreijährigen Dualen Studiums inne. Das Verhältnis auf Widerruf endet beim Abschluss. Es kann aber auch in einen Beamtenstatus auf Probe übergehen. Nach Ablauf weiterer drei Jahre wird der Rechtspfleger dann Beamter auf Lebenszeit.

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