Mutterschutz – Die wichtigsten Rechte und Ansprüche junger Mütter!

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Mutterschutz

©shutterstock – YAKOBCHUK VIACHESLAV

Was regelt der Mutterschutz?

Wie der Name schon vermuten lässt, werden über das Mutterschutzgesetz Frauen vor, während und nach ihrer Schwangerschaft an ihrem Arbeitsplatz geschützt.

Möglich machen das bestimmte Pflichten, die von dem Arbeitgeber während dieser Zeit eingehalten werden müssen, um die werdende Mutter und das ungeborene Kind bestmöglich zu schützen.

Hinzu kommt, dass werdende Mütter besondere Rechte haben. Gleichzeitig soll das Mutterschutzgesetz dafür sorgen, dass Frauen sich während dieser Zeit an ihrem Arbeitsplatz nicht benachteiligt fühlen und ihre Arbeit trotzdem bestmöglich ausüben können.

Wie werden die Arbeitszeiten durch den Mutterschutz geregelt?

Frauen dürfen in der Schwangerschaft nicht mehr als 8,5 Stunden pro Tag arbeiten bzw. 90 Stunden (Minderjährige 80 Stunden) und zwar in zwei aufeinander folgenden Wochen.

Nicht gearbeitet werden darf nachts zwischen 20 und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen.

In manchen Branchen wie im Show- und Kunstgewerbe, in der Krankenpflege oder in der Gastronomie gibt es vereinzelt Ausnahmen.

Wer trotz dieser Regelung mehr arbeiten möchte, sei es in Form von Mehrarbeit, Nacht-, Feiertags- oder Sonntagsarbeit muss vorher einen Antrag bei der Bezirksregierung stellen.

Hier reicht ein formloser Antrag aus, in dem Gründe für eine Ausnahmegenehmigung geschildert und ein ärztliches Attest vorgelegt werden muss. So kann ausgeschlossen werden, dass keine gesundheitlichen Faktoren dagegen sprechen.

Was wird am Arbeitsplatz durch den Mutterschutz geregelt?

Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass von ihm keine Gefahr für die Mutter und das ungeborene Kind ausgeht.

Handelt es sich um eine überwiegend stehende Tätigkeit, müssen regelmäßige Pausen zur Entlastung eingeräumt werden, genauso wie bei einer überwiegend sitzenden Tätigkeit.

Das bedeutet, dass sich die Schwangere, unabhängig davon ob es sich um eine überwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit handelt, während ihrer Arbeitszeit ungestört zwischendurch ausruhen und etwas hinlegen darf.

Verboten sind außerdem Tätigkeiten, bei denen man gesundheitsgefährdenden Substanzen sowie Nässe, Kälte, Lärm Strahlen, Hitze oder Erschütterungen ausgesetzt ist.

Gibt es Regelungen durch den Mutterschutz während der Stillzeit?

Die gesetzlich regulierten Schutzbestimmungen hinsichtlich der Gestaltung des Arbeitsplatzes gelten auch für die Stillzeit.Dazu gehört das Recht auf Stillzeiten, während der Arbeitszeit.

Das Mutterschutzgesetz sieht hierfür pro Tag zwei Pausen von einer halben Stunde oder eine Pause mit einer Länge von einer Stunde vor.

Beläuft sich die Arbeitszeit auf mehr als 8 Stunden, dürfen einmal am Tag 90 Minuten oder zwei Mal am Tag 45 Minuten genutzt werden.

Die Ruhepausen werden dadurch nicht verkürzt, diese stehen der Mutter noch zusätzlich zu. Die Stillzeit dient nicht nur zum Stillen des Babys, sie kann auch zum Abpumpen genutzt werden.

Besteht Beschäftigungsverbot durch den Mutterschutz?

Ein absolutes Beschäftigungsverbot besteht sechs Wochen vor der Geburt des Kindes und acht Wochen nach der Entbindung.

Auch wenn die Frau in dieser Zeit arbeiten möchte, darf sie es nicht. Dies ist gesetzlich so vorgeschrieben. So schreibt es das Mutterschutzgesetz vor, um die Gesundheit von Mutter und Kind nicht zu gefährden.

Des Weiteren ist das Ausführen von Sonntags- und Nachtarbeit, Mehrarbeit, Akkord- und Fließbandarbeit nicht gestattet. Verboten ist außerdem der Umgang mit radioaktiven und giftigen Stoffen und mit Krankheitserregern sowie das Heben von Lasten, die mehr als 5 Kilogramm wiegen.

Ab dem dritten Schwangerschaftsmonat darf die Frau keine Arbeit in Beförderungsmitteln, wie zum Beispiel als Flugbegleiterin, Bus- oder Taxifahrerin ausüben.

Arbeitet sie sonst in einen dieser Beruf muss der Arbeitgeber sie in einen anderen Arbeitsbereich einteilen. Ist dies nicht möglich, wird ein Beschäftigungsverbot ohne Auswirkung auf die Bezahlung ausgesprochen.

Beim Job der Flugbegleiterin kommt der Arbeitgeber nicht drum herum, seiner Arbeitnehmerin einen neuen Job zuzuweisen. Dieser muss der Stellung und Ausbildung der werdenden Mutter allerdings entsprechen, sonst muss sie auch in diesem Fall von ihrem Job freigestellt werden.

Gibt es individuelle Beschäftigungsverbote?

Neben dem klassischen Beschäftigungsverbot gibt es für einige Berufsformen auch ein individuelles Beschäftigungsverbot.

Dies kann zum Beispiel beim Beruf der Köchin der Fall sein. Hier kann es durchaus vorkommen, dass der Schwangeren durch die beim Kochen entstehenden Essensgerüche übel wird, so dass sie der Arbeit nicht mehr nachgehen kann.

Da hier eine Unfallgefahr besteht, kann sie in diesem Fall so lange von der Arbeit freigestellt werden, bis ihr von den Gerüchen nicht mehr übel wird. Allerdings muss sie in diesem Fall über ein ärztliches Attest verfügen, welches den Arbeitsausfall begründet.

Gibt es finanzielle Absicherung durch das Mutterschutzgesetz?

Das Mutterschutzgesetz regelt auch die finanzielle Absicherung bei einer erwerbstätigen Mutter. So wird gewährleistet, dass ihr durch die Schwangerschaft keine finanziellen Nachteile entstehen.

Dies erfolgt über die Zahlung von einem Arbeitgeberzuschuss, Mutterschaftsgeld und Mutterschutzlohn. Letzteres ist der Fall, wenn ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wurde.

Das Mutterschaftsgeld wird 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt von der gesetzlichen Krankenasse zusammen mit einem Arbeitgeberzuschuss ausgezahlt. Beide Zahlungen entsprechen dem jeweiligen Nettogehalt und zwar der letzten 3 Monate vor der Schwangerschaft.

Gibt es Urlaubsregelungen durch den Mutterschutz?

Während der gesamten Mutterschutzzeit sind Frauen von ihrer Arbeit freigestellt, so dass sie auch keinen Urlaub beantragen müssen. Dieser Zeitraum wird auch als Mutterschutzurlaub bezeichnet, der allerdings nicht im Zusammenhang mit dem klassischen Jahresurlaub steht.

Der sonst übliche gesetzlich geregelte Urlaubsanspruch entfällt demnach durch den Mutterschutz nicht. Es besteht für frisch gebackene Mütter somit der gleiche Urlaubsanspruch, wie auch vor der Schwangerschaft.

Wenn die Frau nach ihrer Mutterschutzzeit wieder zurück zu ihrem Arbeitsplatz kehrt, hat sie also weiterhin einen vollen Anspruch auf ihren Urlaub. Zu beachten gilt hier, dass Frauen auch bei der Übertragung der Urlaubstage von einem Sonderstatus profitieren können.

Wenn Urlaubstage vorm Beschäftigungsverbot nicht oder nicht komplett ausgeschöpft worden sind, können diese nach Ablauf der Mutterschutzfrist im aktuellen Jahr oder im nächsten Urlaubsjahr beansprucht werden.

Werden die Urlaubstage weder im aktuellen noch im nächsten Jahr genutzt, verfallen sie allerdings endgültig.

Wie sieht es Kündigungsschutz aus?

Eine werdende Mutter darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht gekündigt werden. Dies gilt sowohl für die fristlose als auch für die ordentliche Kündigung.

Das bedeutet im einzelnen, dass der Arbeitgeber während der Schwangerschaft und bis vier Monate nach der Geburt keine Kündigung aussprechen darf.

Wurde die Schwangerschaft dem Arbeitgeber noch nicht mitgeteilt und er spricht eine Kündigung aus, dann besteht die Möglichkeit die Schwangerschaft mit einer Frist von 14 Tagen dem Arbeitgeber mitzuteilen.

Aber auch in diesem Bereich gibt es Ausnahmen. Der Arbeitgeber kann diesen Kündigungsschutz umgehen, wenn sein Betrieb stillgelegt wird oder insolvent geht. Ist dies der Fall muss er beim Aufsichtsamt eine spezielle Genehmigung einholen. Des Weiteren kann die Frau selbst jederzeit jederzeit das Arbeitsverhältnis kündigen, auch während der Schutzfrist.

Was regelt der Mutterschutz bei Fehlgeburt oder behinderten Kindern?

Noch recht neu in das Mutterschutzgesetz aufgenommen ist der Kündigungsschutz nach einer Fehlgeburt. Erleidet eine Frau nach der 12. Schwangerschaftswoche ein Fehlgeburt, darf sie innerhalb der 4 Monate nicht gekündigt werden.

Hinzu kommt, dass Mütter, die ein behindertes Kind zur Welt bringen, einen verlängerten Mutterschutz von insgesamt 12 Wochen beanspruchen dürfen.

Was wird im Praktikum geregelt?

Studenten und Schüler sind in Zukunft auch über das Mutterschutzgesetz abgedeckt, wenn sie zum Beispiel ein Pflichtpraktikum in einem Betrieb ausüben.

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2017-11-23T18:34:44+00:00 Leistungen vom Staat|

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