Minijob Mindestlohn-Erhöhung

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Geld verdienen Minijob Mindestlohn ErhöhungSeit dem 1. Januar 2017 ist der Mindestlohn in Deutschland erhöht worden. Statt 8,50 € in der Stunde müssen Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern nun mindestens 8,84 € für die geleistete Arbeitsstunde zahlen.

Die 34 Cent mehr pro Stunde als gesetzlich festgesetzte Lohnuntergrenze erfreuen auch Minijobber. Denn alle Arbeitnehmer mit einem 450-Euro-Job profitieren von diesem Zuschlag beim Stundenlohn. Sie müssen nach der Lohnerhöhung allerdings auf einige Besonderheiten achten. Sonst laufen sie in eine Falle.

Minijob Mindestlohn-Erhöhung: betrifft viele Arbeitnehmer

Rund 2,2 Millionen Menschen arbeiten derzeit in der Bundesrepublik in einem Minijob. Die Zeiten, in denen geringfügig Beschäftigte für die dabei zu verdienenden 450 € im Monat mehr als 20 Wochenstunden und sogar länger arbeiten mussten, sind seit dem Jahr 2015 endgültig vorbei.

Zu dieser Zeit wurde der Mindestlohn für alle Branchen in der Bundesrepublik flächendeckend eingeführt. Damit hatten endlich auch die Minijobber bei der Bezahlung ihrer Leistungen eine feste Größe. An diese müssen sich die Arbeitgeber halten, wenn sie nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen wollen. Denn ein Mindestlohn ist rechtlich verbindlich. Ausscheren ist nicht erlaubt.

Um einen monatlichen Lohn von 450 € zu erzielen musste ein geringfügig Beschäftigter seit der Einführung der Lohnuntergrenze im Jahr 2015 rund 53 Stunden im Monat arbeiten. Dann hatte er sein Soll erfüllt.

Für viele Minijobber, die bis zu diesem Zeitpunkt länger gearbeitet haben, um 450 € zu verdienen, reduzierte sich durch den Mindestlohn deshalb die Arbeitszeit deutlich. Mit den sich daraus errechneten 13 Arbeitsstunden in der Woche hatten Minijobber einen Richtwert. Wer seitdem regelmäßig maximal mit diesem Zeitaufwand tätig ist, verdient seine 450 € also mit einem überschaubaren Zeitaufwand.

Mit der Erhöhung des Mindestlohnes auf 8,84 € in der Stunde sind zwei verschiedene Auswirkungen verbunden. Arbeitnehmer in einem Minijob, die bis Anfang 2017 rund 53 Stunden im Monat arbeiten, verdienen durch die Anhebung der gesetzlichen Lohnuntergrenze auf einmal mehr.

Das gilt jedenfalls dann, wenn sie die gewohnte Zahl bei den von ihnen zu leistenden Arbeitsstunden ohne eine Veränderung beibehalten. Statt der bisher ausgezahlten 450 € muss der Arbeitgeber dann für den Minijobber rund 468 € Verdienst herausgeben.

Vorteile eines Minijobs

Die Vorteile eines Minijobs, frei von Sozialabgaben zu sein, funktionieren nur solange, wie der Arbeitnehmer mit seiner geringfügigen Beschäftigung nicht mehr als 450 € im Monat verdient.

Für den Minijob braucht der Arbeitnehmer keine Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung sowie für die Arbeitslosenversicherung zu bezahlen. Von der Pflicht, in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen, kann er sich befreien lassen. Die Abgaben an die Sozialkassen leistet der Arbeitgeber pauschal. Das gleiche gilt für die Steuer.

Mit einem Minijob mehr als 450 € im Monat verdienen

Verdient ein Minijobber, etwa durch eine Gehaltserhöhung, mehr als 450 € im Monat, dann befindet er sich mit seinem Verdienst in der Gleitzone. Seine Beschäftigung gilt dann als Midijob. Der Verdienst reicht hier von 450,01 € bis 850 €.

Auf dieses Einkommen sind dann Abgaben an die Sozialkassen zu zahlen. Die Höhe dieser Beiträge berechnet sich für den Arbeitnehmer nach einer besonders günstigen Formel. Es wird von einem fiktiven Arbeitsentgelt ausgegangen, dessen Höhe unter der beim tatsächlichen Lohn liegt. Der Arbeitgeber dagegen muss auf den gesamten Lohn seinen Teil an Sozialbeiträgen leisten.

Für viele Arbeitgeber ist es wegen dieser höheren Abgaben nicht mehr lukrativ, einen Arbeitnehmer geringfügig zu beschäftigen. Viel besser ist es für ihn, bei den einmal vereinbarten 450 € Lohn für den Minijob zu bleiben. Durch die Erhöhung der gesetzlichen Lohnuntergrenze auf 8,84 € pro Stunde muss sich der Arbeitgeber deshalb in eine andere Richtung bewegen.

Weniger Aufwand bei den Arbeitsstunden durch Mindestlohn-Erhöhung

Im Gegenzug lässt sich mit einem höheren Mindestlohn nämlich auch die Zahl der Arbeitsstunden für Minijobber reduzieren. Nimmt man die 450 €, die mit einer geringfügigen Beschäftigung verdient werden dürfen als Grenze, bietet ein höherer Stundenlohn weitere Vorteile.

Um seine 450 € mit dem Mindestlohn von 8,50 € in der Stunde zu verdienen, musste der Minijobber rund 63 Stunden arbeiten. Mit 8,84 € pro Stunde dauert es für ihn insgesamt nur noch rund 51 Stunden im Monat, bis er das Geld verdient hat.

Minijobber, die bereits bei den gesetzlich festgelegten 450 € Monatsverdienst angekommen sind, sollten auf die Reduzierung ihrer Stundenzahl pochen. Tun sie das nicht, geht der Effekt einer höheren Lohnuntergrenze für sie verloren. Wer mit seinem geringfügigen Job ohnehin weniger als 450 € im Monat verdient, darf sich auf eine kleine Lohnerhöhung freuen. Damit hat der höhere Mindestlohn sein Ziel erreicht.

Gesetzgeber und Kommission

Bleibt noch ein kleines Geheimnis zu klären. Viele wird es wundern, dass die Lohnuntergrenze um einen vergleichsweise krummen Betrag von 34 Cent steigt. Das liegt an der Art, wie Lohnsteigerungen beim Mindestlohn zustande kommen.

Verantwortlich ist die Mindestlohn-Kommission. Sie ist paritätisch besetzt mit Vertretern von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Gesetzgebung. Bei der Erhöhung der Lohnuntergrenze orientieren sich die Partner an den durchschnittlichen Steigerungen bei Tariflöhnen.

Weil diese Löhne zuletzt kräftig anwuchsen, einigte sich die Kommission auch bei den Mindestlöhnen um eine deutliche Erhöhung von vier Prozent. Berechnet auf den alten Lohn ergab das einen Betrag von 34 Cent.

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