MedikamententesterBevor ein neues Medikament für den freien Markt zugelassen wird, muss es eine Vielzahl an Tests durchlaufen. Um sichere Informationen über die Wirksamkeit eines Wirkstoffes zu erlangen, ist es unerlässlich, diesen auch am Menschen zu erproben. Für die Zulassungsstudien werden meistens sowohl gesunde, als auch erkrankte Probanden benötigt. In Phase eins einer Studie wird das Mittel in der Regel zunächst an einer gesunden Person eingesetzt. Erfolgende körperliche Reaktionen werden hier dokumentiert, bevor die Medikation in der nächsten Stufe an einem kranken Patienten angewandt wird. Hat ein Medikament den Prozess der Zulassung erfolgreich durchlaufen, kann es im Kampf gegen eine bestimmte Krankheit eingesetzt werden. Die Teilnahme an einer Studie steht daher durchaus auch im Dienste der Gesellschaft und hat einen erfreulichen finanziellen Nebeneffekt für die freiwilligen Probanden.

Wie wird man Proband, wo kann man sich bewerben und in welchen Städten finden Studien statt

Für die Teilnahme an einer Medikamentenstudie muss sich der Proband in der Regel bei der ausführenden Klinik bewerben. Dabei spielen je nach Studienanlage gewisse körperliche Kriterien eine Rolle, denn nicht jede Person kommt für jede Untersuchung infrage. Zunächst gilt es also einen Anmeldebogen auszufüllen, den die meisten Kliniken online zur Verfügung stellen. Abgefragt werden Angaben zu Geschlecht, Alter, Gewicht, Vorerkrankungen und Medikamenten, die die Testperson aktuell einnimmt. Außerdem erfolgen Fragen zur Höhe des Alkoholkonsums und dem Zigarettenverbrauch. Gelegentlicher Genuss von alkoholischen Substanzen stellt für die Teilnahme kein Problem dar, Drogenkonsum ist jedoch als Ausschlusskriterium zu betrachten.
Eine weitere Möglichkeit, sich für die Teilnahme an einer Medikamentenstudie vorzustellen, ist ein Anruf bei der Hotline der testenden Firma selbst.

Erfüllt die zukünftige Testperson die formalen Kriterien, wird sie zu einer persönlichen ärztlichen Voruntersuchung eingeladen. Sollte man nach diesem Termin von der Studie ausgeschlossen werden, stellen die meisten Institute eine Aufwandsentschädigung für die Reisekosten zur Verfügung.
Der körperliche Check findet in der ausführenden Klinik selbst statt. Diese ärztliche Überprüfung des Gesundheitszustandes kann nicht ernst genug genommen werden und erfolgt sorgsam, soll sie doch gewährleisten, dass der Proband körperlich stabil ist und nicht an etwaigen Vorerkrankungen leidet, die ein Risiko für die Medikamenteneinnahme darstellen.

Die Probanden werden unter anderem auf HIV getestet, es erfolgt außerdem ein großes Blutbild, Urinabgabe und ein EKG. Außerdem wird ein Drogentest durchgeführt und alle wichtigen Körperfunktionen überprüft.
Stellen sich während des Check Ups Risikofaktoren beim Gesundheitszustand des potentiellen Medikamententesters heraus, ist es in beiderseitigem Interesse, den Bewerber von der Studie auszuschließen. Die Gewährleistung eines Höchstmaßes an Sicherheit steht bei Zulassungsstudien an erster Stelle.
Zahlreiche Krankenhäuser in Deutschland führen Medikamentenstudien durch. Wer sich als Proband bewerben möchte, hat dahingehend viele Auswahlmöglichkeiten. Dresden, Berlin, München, Hannover, Lüneburg, Düsseldorf, Münster, Jena – all diese Städte gehören dazu, um nur einige zu nennen. Die Auflistung der aktuellen Ausschreibungen verschafft einen schnellen Überblick.

Verdienstmöglichkeiten als Medikamententester

Die sogenannte Aufwandsentschädigung, die Probanden für die Studienteilnahme erhalten, ist in den allermeisten Fällen sehr hoch angelegt. Je nach Dauer und Anlage der Untersuchung variiert das Honorar zwischen mehreren hundert bis einigen tausend Euro. Da in den mehrheitlichen Fällen ein stationärer Klinikaufenthalt erforderlich wird, ist von den Testpersonen eine hohe zeitliche Flexibilität gefragt. Plant man, an mehreren Studien im Jahr teilzunehmen, sollte man beachten, dass zwischen den einzelnen Studien häufig Pausenzeiten verlangt werden. Ein Hauptverdienst mit Medikamententests ist dadurch nur schwer zu realisieren. Ein finanzielles Zusatzpolster kann man sich als Proband jedoch bequem verschaffen.

Welche unterschiedlichen Studienarten es gibt

Das klassische Gebiet ist die Medikamentenstudie , bei der die Testperson über einen festgelegten Zeitraum hinweg ein bestimmtes Arzneimittel zu sich nimmt. Dabei werden in engstem Kontrollrahmen Wirksamkeit und eventuelle Nebenwirkungen des Produktes beobachtet und dokumentiert. Im dermatologischen Bereich werden auch Cremes und Salben auf ihre Verträglichkeit untersucht. In neueren Verfahren werden auch alternative Heilmethoden wie Akupunktur getestet. Außerdem gibt es spezielle Diabetesstudien und ernährungsphysiologische Untersuchungsreihen. Die Psychologie stellt einen weiteren Forschungsbereich dar, in dem Probanden zum Einsatz kommen.

Risiken für Medikamententester

Generell kann man sagen, dass sowohl die beauftragenden Pharmafirmen als auch die ausführenden Forschungskliniken ein Höchstmaß an Sicherheit für die Probanden anstreben. Bevor die Mittel am Menschen zum Einsatz kommen, sind zahlreiche chemische Versuche und Erprobungen am Tier vorweg geschehen. Dennoch bleibt für die Probanden natürlich ein Restrisiko, da man die Auswirkungen eines Medikamentes auf den menschlichen Körper erst genau feststellen kann, wenn es an ebendiesem zum Einsatz kommt. Die Bereitschaft der Testpersonen, sich für die Heilung von Krankheiten zur Verfügung zu stellen, kann daher nicht hoch genug geschätzt werden. Das bestehende Restrisiko wird jedoch kalkulierbar und begrenzt durch das hohe fachliche Knowhow der Ärzte und die weit entwickelten medizinischen Instrumente. Sollte es zu Zwischenfällen kommen, kann in den professionalisierten Kliniken schnell eingegriffen werden. Trotzdem kommt es manchmal zu Todesfällen, wie die FAZ berichtet. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er bereit ist dieses Risiko zu tragen. Aternativ kann man einen Nebenjob als Produkttester in erwägung ziehen.

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