Kindergeld 2015 / 2016 / 2017 / 2018 – Höhe, Anspruch, Bezugsdauer, Freibetrag

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Kindergeld

©shutterstock – Vitali Michkou

Das Kindergeld soll Eltern unterstützen, ihren Kindern den Lebensunterhalt zu sichern.

Leben die Kinder zu Hause, leisten Eltern Naturalunterhalt.

Zu einem kleinen Teil werden diese Ausgaben durch Kindergeld oder steuerlichen Kinderfreibeträge gedeckt.

Wozu dient Kindergeld?

Viele Menschen halten das Kindergeld für eine Sozialleistung. Das stimmt nicht.

In der Tat handelt es sich um einen steuerlichen Ausgleich. Das Kindergeld dient der Grundversorgung der in der Bundesrepublik lebenden Kinder.

Es soll ihr steuerliches Existenzminimum freistellen. Der Anspruch entsteht automatisch. Allerdings muss die Leistung beantragt werden.

Wie hoch ist das Kindergeld?

Die monatliche Leistung ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt. Es gilt:

2018

  • erstes und zweites Kind 194 Euro
  • für das dritte Kind: 200 Euro
  • ab dem 4. Kind 225 Euro

2017

  • erstes und zweites Kind 192 Euro (2018: 194 Euro)
  • für das dritte Kind: 198 Euro (2018: 200 Euro)
  • ab dem 4. Kind 223 Euro (2018: 225 Euro)

2016

  • erstes und zweites Kind 190 Euro
  • für das dritte Kind: 196 Euro
  • ab dem 4. Kind 221 Euro

2015

  • erstes und zweites Kind 188 Euro
  • für das dritte Kind: 194 Euro
  • ab dem 4. Kind 219 Euro

Diese Reihenfolge gilt auch, wenn ein Kind nicht im Haushalt lebt. Für das dritte Kind gibt es immer 198 Euro, auch dann, wenn deine Geschwister beim anderen Elternteil wohnen. Nicht in der Reihenfolge zählen Kinder, die keinen Anspruch mehr haben.

Wann wird das Kindergeld ausgezahlt?

Wann das Geld ausgezahlt wird, hängt von der Kindergeldnummer ab.

  • Lautet die Endnummer auf 0 oder 1, gibt es das Geld am Anfang des Monats.
  • Bei Endzahlen zwischen 2 und 7 kommt die Leistung im Laufe des Monats.
  • Am Ende des Monats gibt es Geld für die Endzahlen 8 und 9.

Wie hoch ist der Kinderfreibetrag für 2016 / 2017 / 2018?

Kinderfreibetrag

©shutterstock – LuckyVector

Es besteht insgesamt aus zwei Komponenten. Das ist auf der einen Seite der Freibetrag, der für das Existenzminimum des betreffenden Kindes gewährt wird.

Zum anderen ist es der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA).

Der erste Freibetrag muss laut Gesetz regelmäßig angepasst werden. Er beträgt:

  • Im Jahr 2016: 2.304 Euro
  • Im Jahr 2017: 2.358 Euro
  • Im Jahr 2018: 2.394 Euro

Der BEA bleibt 2017 und 2018 konstant. Und zwar bei 1.320 Euro. Damit beträgt der einfache Kinderfreibetrag:

  • Im Jahr 2016: 3.624 Euro
  • Im Jahr 2017: 3.678 Euro
  • Im Jahr 2018: 3.714 Euro

Eltern, die zusammen steuerlich veranlagt werden, bekommen diesen einfachen Kinderfreibetrag multipliziert mit dem Faktor zwei. Damit beträgt der volle Kinderfreibetrag:

  • Im Jahr 2016: 7.248 Euro
  • Im Jahr 2017: 7.356 Euro
  • Im Jahr 2018: 7.428 Euro

Der Anspruch auf eine volle Leistung besteht auch dann, wenn der zweite Elternteil des betreffenden Kindes bereits verstorben ist oder wenn er nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist.

Dasselbe gilt, wenn sich der andere Elternteil seiner Verpflichtung entzieht, also praktisch “untergetaucht” ist oder wenn sich der Vater amtlich nicht feststellen lässt.

Bekomme ich Kindergeld und Kinderfreibetrag gleichzeitig?

Nein. Für die Eltern ist nur eine Form der Steuererleichterung möglich.

Ist Kindergeld oder Kinderfreibetrag besser für mich?

Geben sie ihre Steuererklärung an das Finanzamt ab, prüfen die Finanzbeamten automatisch, was günstiger ist. Das ist die so genannte Günstigerprüfung.

Dabei rechnet das Finanzamt nach einer für den normalen Steuerzahler komplizierten Rechnung.

Wie berechnet das Finanzamt die Kinderfreibeträge?

  • 1 Gibt ein zusammen veranlagtes Ehepaar mit einem Kind eine Steuererklärung ab, errechnen die Finanzbeamten zunächst, wie viel Steuern die Beiden zahlen müssten, erstens ohne Kinderfeibetrag und zweitens mit Kinderfreibetrag.
  • 2 Dann betrachtet das Finanzamt die Differenz der Steuern, die mit und ohne den Kinderfreibetrag fällig werden.
  • 3 Sparen beide mit dem Kinderfreibetrag mehr, als sie mit dem Kindergeld einnehmen würden, entscheidet der Fiskus für den Kinderfreibetrag. Wenn nicht, ist das Kindergeld günstiger.

Derzeit führt ein Kinderfreibetrag bei nur etwa 5 Prozent der Steuerpflichtigen zu einem Vorteil. Verheiratete Eltern, die sich gemeinsam veranlagen lassen, profitieren sie erst ab dem zu versteuernden Einkommen von jährlich derzeit etwa 64.000 Euro.

Bei Alleinerziehenden liegt die Grenze bei einem zu versteuernden Einkommen von 32.000 Euro. Wird das Kindergeld erhöht, kann sich die Grenze verschieben.

Wie wird der Kinderfreibetrag beantragt?

  • 1 Als erstes muss eine jährliche Steuererklärung gemacht werden. Sonst wird das Finanzamt gar nicht tätig.
  • 2 Als zweites müssen die Eltern selbstverständlich das Kindergeld bei der Finanzkasse beantragen. Denn das Finanzamt bezieht das Kindergeld in die Prüfung mit ein, ganz gleich, ob die Eltern das Geld beantragt haben oder nicht.
  • 3 Als drittes muss für jedes Kind eigene “Anlage Kind” der Steuererklärung beigefügt werde. Das gilt auch dann, wenn die Lohnsteuerbescheinigung bereits Angaben zu den Kindern enthält. Dieser Eintrag spielt nämlich beim monatlichen Lohnsteuerabzug keine Rolle.

Wie lange bekommt man den Kinderfreibetrag?

Es wird grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes gewährt. Danach profitieren auch Eltern volljähriger Kinder, bis diese das 25. Lebensjahr vollendet haben.

Möglich ist das, wenn ein Kind eine Berufsausbildung macht bzw. studiert, keinen Ausbildungsplatz hat und eine berufliche Ausbildung nicht anfangen oder fortsetzen kann oder einen der üblichen Freiwilligendienste absolviert.

Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

Kindergeldanspruch

©shutterstock – stickerama

Einen Anspruch auf Kindergeld haben:

  • Eltern
  • Erziehungsberechtigte
  • Großeltern
  • Pflegeeltern
  • Stief- und Adoptiveltern

Welche Kinder haben Kindergeldanspruch?

Diese Voraussetzungen müssen Kinder erfüllen:

  • Wohnsitz in Deutschland
  • das Kind oder die Kinder müssen mit im Haushalt leben
  • Wenn kein gewöhnlicher Aufenthalt oder Wohnsitz besteht, müssen die Eltern in der Bundesrepublik unbeschränkt steuerpflichtig sein
  • Bis das Kind volljährig ist besteht ein uneingeschränkter Anspruch auf Kindergeld. Dieser Anspruch beginnt mit dem Geburtsmonat und endet mit dem 18. Lebensjahr.

Ab dem 18. Lebensjahr besteht nur dann weiterhin an Anspruch, wenn das Kind eine Berufs- oder Schulausbildung absolviert oder als ausbildungsplatzsuchend/arbeitssuchend bei der Agentur für Arbeit gemeldet ist. Ist dies der Fall wird das Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr ausgezahlt.

Nur wenn das Kind einen gesetzlichen Zivil- oder Wehrdienst leistet, wird noch über das 25. Lebensjahr hinaus gezahlt. Ansonsten endet der Anspruch mit Vollendung des 25. Lebensjahres.

Was müssen Großeltern beim Kindergeldanspruch beachten?

Eine wichtige Grundvoraussetzung für den Bezug von Kindergeld ist das Sorgerecht. Wenn die Großeltern das Kind dauerhaft aufnehmen, haben Sie keinen Anspruch auf das Kindergeld, so lange das Sorgerecht bei den Eltern liegt. Hier besteht aber die Möglichkeit einer Anspruchsabtretungsanzeige, die bei der Familienkasse eingereicht wird. Dies macht zum Beispiel bei Krankheit oder Tod der Eltern Sinn.

Haben Vollwaisen Kindergeldanspruch?

Vollwaisen erhalten ihr Kindergeld selbst, wenn sie einen Wohnsitz in Deutschland vorweisen können. Dies ist nicht nur der Fall, wenn beide Elternteile verstorben sind sondern auch wenn das Verschollenheitsgesetz sie für tot erklärt hat. Dazu zählen auch Kinder, die nicht wissen wo sich ihre Eltern aufhalten.

Was passiert bei mehreren Anspruchsberechtigten?

Das Kindergeld wird in diesem Fall an die Person ausgezahlt, in dessen Haushalt das Kind lebt.

Wenn das Kind nicht im Haushalt beider Elternteile lebt, wird das Kindergeld an den Elternteil ausgezahlt der den höheren Barunterhalt zahlt. Ist dieser bei beiden Elternteilen gleich hoch, können die Eltern untereinander ausmachen, wer das Kindergeld erhalten soll. Wenn keine Einigung erreicht werden kann, kann auch das Familiengericht über einen Antrag entscheiden.

Kindergeld während der Ausbildung

wie lange bekommt man Kindergeld während der Ausbildung

©shutterstock – Olga1818

Der Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich solange, bis das Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Für volljährige Kinder, die sich in der Ausbildung befinden oder ein Studium absolvieren, gibt es die Leistung jedoch weiterhin.

Wie lange bekommt man Kindergeld während der Ausbildung?

Das Kindergeld gibt es während der Ausbildung nicht unbegrenzt. Der Anspruch endet, wenn Studium oder Berufsausbildung beendet sind.

Endgültig fällt das Kindergeld auch dann weg, wenn das Kind das 25. Lebensjahr vollendet. Das gilt auch, wenn die Ausbildung noch andauert.

Hat jedes Kind Anspruch auf Kindergeld während der Ausbildung?

Bis zum Jahr 2012 minderte eine umständliche Anrechnung von Einkommen für viele Kinder während der Ausbildung das Kindergeld beträchtlich.

Hatte das Kind ein eigenes Einkommen über der Freigrenze von 8.004 Euro im Jahr, musste das Kindergeld zurückgezahlt werden. Die Zahl der Azubis und Studenten mit Anspruch auf die staatliche Leistung ist seitdem gestiegen.

Was sind die Voraussetzung für Kindergeld während der Ausbildung?

Kindergeld bei Ausbildung gibt es nur, wenn sie ernsthaft verfolgt wird. Zeit und Arbeitskraft von Azubi oder Student muss soweit beansprucht werden, dass das gewünschte Berufsziel erreichbar ist. Weicht der Sprössling in der Zeit erheblich von der Ausbildungs- oder Studiendauer ab, darf das bezweifelt werden.

Bei Ausbildungsgängen ohne eine regelmäßige Anwesenheitspflicht will die Familienkassen regelmäßig Leistungsnachweise. Studenten an Universitäten oder Fernstudenten müssen diese meist zum Ende eines Semesters vorlegen. Alternativ kann die Kasse Arbeiten verlangen, die als Beleg für den Ausbildungsstand dienen können.

Außerdem muss die Ausbildungs- oder. Unterrichtszeit über der Grenze von 10 Stunden in der Woche liegen. Sind es weniger, muss zusätzlicher Zeitaufwand, etwa für die Vor- und Nachbereitung von Unterrichtsstoff oder für praktische Übungen nachgewiesen werden.

Der Anspruch auf Kindergeld geht nicht verloren, wenn sich das Kind zwischen zwei Abschnitten der Ausbildung befindet. Der Übergang darf aber nicht länger als vier Monate dauern.

Hat man Anspruch auf Kindergeld bei der zweiten Berufsausbildung?

Allerdings fällt der Anspruch weg, wenn die erste Berufsausbildung abgeschlossen ist. Das ist dann der Fall, wenn die Ausbildung zur Berufsausübung befähigt. Eine Studentin der Medizin etwa, die erst Krankenschwester lernte, befindet sich mit dem Studium in der zweiten Berufsausbildung. Denn sie kann als Krankenschwester arbeiten.

Ein Student, der erfolgreich das Bachelorstudium beendete, befindet sich beim folgenden Masterstudiengang auch in der zweiten Berufsausbildung. Ein Abschluss als Bachelor befähigt bereits zu einer Berufsausübung.

Der Kindergeldanspruch fällt aber nicht automatisch weg. Er erlischt, wenn das Kind mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet. Ausgenommen: Arbeit im Rahmen des Ausbildungsverhältnisses, im Minijob oder einer kurzfristigen Beschäftigung. Außerdem können Einkünfte aus nichtselbständiger und aus selbständiger oder gewerblicher Arbeit schädlich für den Anspruch sein.

Kindergeld im Studium

Kindergeld Studium

©shutterstock – Jacob Lund

Auch während des Studiums kann Kindergeld bezogen werden, dafür müssen allerdings ein paar wichtige Grundvoraussetzungen erfüllt sein.

Welche dass sind und worauf es bei der Beantragung ankommt, wird im nachfolgenden Absatz genau erläutert.

Besteht Anspruch auf Kindergeld während des Studiums?

Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird das Kindergeld von der Familienkasse automatisch gezahlt. Wenn das Kind ab dem 18. Lebensjahr ein Studium beginnt, können die Eltern das Kindergeld nur dann weiter beziehen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

  • So muss das Kind eine Immatrikulations-Bescheinigung und regelmäßige Leistungsnachweise bei der Kindergeldkasse einreichen.
  • Wird das Studium ernsthaft betrieben und kann dies auch nachgewiesen werden, besteht ein Anspruch auf Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.

Schwierig wird es mit dem Bezug von Kindergeld während des Studiums, wenn das Studium länger dauert als üblich, dann erhärtet sich nämlich der Verdacht, dass keine Absicht besteht das Studium abzuschließen.

Können Nachweise über die Aktivität und den Erfolg des Studiums erbracht werden, sollten aber keinerlei Probleme auftreten, auch wenn das Studium über die Regelstudienzeit hinaus andauert. Kindergeld wird außerdem nur beim Erststudium gezahlt.

Wie wird das Kindergeld während des Studiums beantragt?

Da das Kindergeld ab dem 18. Lebensjahr nicht mehr automatisch gezahlt wird, muss dies regelmäßig neu beantragt werden.

Der dafür notwendige Antrag kann ganz unkompliziert online heruntergeladen und ausgedruckt werden und zwar über die Seite der Bundesagentur für Arbeit.

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Neben dem ausgefüllten Antrag selbst müssen weitere Unterlagen beigelegt werden, in Form von einer Immatrikulations-Bescheinigung/Studienbescheinigung und eventuelle Leistungsnachweise. Diese Nachweise müssen für jedes Semester eingereicht werden.

Wie hoch ist das Kindergeld während des Studiums?

Für das erste und zweite Kind wird monatlich Kindergeld in Höhe von je 192 Euro gezahlt, für das dritte Kind 198 Euro und ab dem vierten Kind 200 Euro.

Ab 2018 erhöht sich der Satz um jeweils 2 Euro.

Besteht Anspruch auf Kindergeld bei Master-Studiengängen?

Die Kindergeldkasse unterscheidet grundsätzlich zwischen der ersten und zweiten Ausbildung, wobei der Studienabschluss Bachelor als Erstausbildung gewertet wird. Wer diesen Abschluss erworben hat, hat somit automatisch kein Anspruch mehr auf Kindergeld.

Für Master-Studiengängen erlischt daher der Kindergeldanspruch. Aktuell wird diese Rechtssprechung in Gerichtsverfahren überprüft, um Notwendigkeit und Qualität des Master-Studienabschlusses zu klären.

Was passiert mit dem Kindergeld in der Auszeit vom Studium?

Wenn sich ein Student eine Auszeit gönnt und sein Studium für diese Zeit unterbricht, kann Kindergeld weiterhin bezogen werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Während dieser Beurlaubung muss die Familienkasse mittels Antrag darüber informiert werden. Weiterhin besteht der Anspruch bei einem Urlaubssemester, wenn dieses für ein studienrelevantes Praktikum genutzt wird

Wo stellt man den Antrag auf Kindergeld?

Kindergeldantrag

©shutterstock – VectorHot

Kindergeldantrag stellen die Eltern bei der Familienkasse. Angesiedelt ist diese bei der jeweiligen Agentur für Arbeit.

Der Kindergeldantrag von Beschäftigten im öffentlichen Dienst geht an den Dienstherren bzw. an die Vergütungsstelle.

Wie stelle ich den Kindergeldantrag?

  • Am besten vor der Geburt des Kindes
  • Antrag online ausfüllen oder das Formular der Familienkasse abholen
  • Ausdrucken
  • Unterschreiben
  • Benötigte Unterlagen beifügen
  • Per Post oder Fax absenden

Wo bekomme ich das Formular für den Kindergeldantrag?

Formular für den Kindergeldantrag finden Sie hier.

Der Kindergeldantrag wird schriftlich gestellt. Dafür wird ein Formular ausgefüllt und abgeschickt.

Online ist es bereits möglich, das entsprechende Formular von der Webseite der zuständigen Familienkasse oder der Agentur für Arbeit herunterzuladen und es am Computer auszufüllen.

Allerdings muss es danach ausgedruckt und auf dem Postweg an die Familienkasse geschickt werden. Zusammen mit dem Antrag werden auch die benötigten Unterlagen versandt.

Welche Unterlagen brauche ich für den Kindergeldantrag?

Um den Antrag richtig zuordnen zu können, braucht die Familienkasse unbedingt die Steuer-Identifikationsnummer des Antragstellers und die des berechtigten Kindes. Sie werden im Formular KG1 angegeben.

Außerdem braucht die Kasse für minderjährige Kinder die Geburtsurkunde bzw. die Geburtsbescheinigung. Beide Nachweise müssen im Original vorgelegt werden.

Da es Kindergeld auch für Adoptiv- und Pflegekinder gibt, gehört eine Bescheinigung über das Kindschaftsverhältnis zum Antrag sowie eine Erklärung darüber, dass das Kind tatsächlich im Haushalt lebt.

Zum Kindergeldantrag für volljährige Kinder gehören zusätzliche Unterlagen. Diese müssen belegen, dass das Kind noch zur Schulde geht, studiert oder in einer Ausbildung ist, dass es Arbeit sucht oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr absolviert. Folgende Dokumente sind geeignet:

  • Schulbescheinigung
  • Ausbildungsbescheinigung
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Bescheinigung vom sozialen Träger

Gibt es keinen Studien-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, hilft eine Bescheinigung der Arbeitsagentur, dass das Kind dort arbeitsuchend gemeldet ist.

Wird ein Kindergeldantrag für ein behindertes Kind gestellt, bedarf es eines amtlichen Nachweises über die Behinderung. Hier zählen ein Behindertenausweis, der Feststellungsbescheid vom Versorgungsamt oder ein Rentenbescheid.

Wann muss ich den Kindergeldantrag stellen?

Die Bearbeitungsdauer kann mehrere Wochen umfassen. Deshalb sollte man ihn rechtzeitig stellen.

Möglich ist die Abgabe bereits vor der Geburt. Dann wird nur noch die Geburtsurkunde nachgereicht.

Das Kindergeld gibt es ab dem Geburtsmonat, selbst wenn der Antrag später erfolgt.

Zu lange sollten Eltern jedoch nicht warten. Denn der Anspruch auf Kindergeld kann verjähren. Bisher gilt dafür eine Frist von vier Jahren. Innerhalb dieser muss der Kindergeldantrag gestellt sein. Er hemmt dann die Verjährung.

Ab dem Jahr 2018 ist die Verjährungsfrist mit sechs Monaten deutlich kürzer. Die Frist bezieht sich allerdings auf die Auszahlung der Leistung und nicht auf den Anspruch darauf.

Das heißt: Stellt die Familienkasse einen Kindergeldanspruch rückwirkend über den Zeitraum von sechs Monaten fest, gibt es das Geld dennoch nur rückwirkend für sechs Monate ab Eingang des Antrags.

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2017-11-23T20:27:13+00:00 Leistungen vom Staat|

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