Wie kann ich meine Einnahmen mit ALG II aufstocken?

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Hartz 4 AufstockerTrotz Arbeit und Einkommen kann es passieren, dass jemand sein eigenes Auskommen oder den Lebensunterhalt seiner Familie aus den eigenen Mitteln nicht decken kann.

Für diesen Fall sieht das zweite Sozialgesetzbuch (SGB II) aufstockendes Arbeitslosengeld II (ALG II) vor.

Aufstocken können Betroffene ihr Arbeitseinkommen aus einem Beschäftigungsverhältnis oder ein Einkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit.

Aber auch Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld oder Krankengeld sowie Übergangsgeld oder bestimmte Erwerbsminderungsrenten können aufgestockt werden.

Welches Einkommen kann mit ALG II aufgestockt werden?

  • Lohn und Gehalt
  • Einnahmen aus Minijobs
  • Gewinn aus einer selbstständigen Tätigkeit
  • Arbeitslosengeld I
  • Unterhaltszahlungen, für den Antragsteller oder für Kinder
  • Elterngeld
  • Erwerbsminderungsrente, wenn es sich um eine teilweise und befristete Erwerbsminderung handelt

Welches Einkommen kann nicht mit ALG II aufgestockt werden?

  • Renten wegen Alters
  • Berufsausbildungsbeihilfe
  • BAfÖG
  • Erwerbsminderungsrenten, voll bei unbefristeter Erwerbsminderung

Zwischen welchen Aufstocker-Gruppen wird unterschieden?

Bevor das Jobcenter überhaupt eine Einkommensberechnung für die aufstockenden Leistungen vornimmt, wird das betreffende Einkommen in eine von drei Gruppen eingeordnet. Entsprechend der Gruppe erfolgt dann die Berechnung.

  • nichtselbstständige Tätigkeit
  • selbstständige Erwerbstätigkeit
  • alle anderen Einnahmen

Wie wird das ALG II bei nichtselbstständigem Aufstocker berechnet?

Zum Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit gehören Gehalt und Lohn vom Arbeitgeber. Auch hier wird zwischen zwei Gruppen unterschieden. Das sind auf der einen Seite die sozialversicherungspflichtigen Einkommen ab 451 €, auf der anderen Seite die Minijobs mit Einkommen bis zu 450 €.

Für die Berechnung beim Aufstocker ist das Bruttoeinkommen relevant

Berechnungsgrundlage für das aufstockende ALG II ist grundsätzlich das Bruttoeinkommen. Davon werden die Einkommenssteuern, das sind Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag sowie die Kirchensteuer, abgezogen.

Heraus gerechnet werden darüber hinaus Beiträge zur Sozialversicherung, Kranken- oder Pflegeversicherung, wie Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Das ergibt das für die Berechnung der Aufstockerbeträge relevante Nettoeinkommen.

Berechnung für Aufstocker mit einem Minijob

Einfacher ist die Berechnung bei einem Minijob. In diesem Fall gilt Brutto gleich Netto. Vom so errechneten Netto können nun noch andere Beträge abgesetzt werden.

  • Beiträge zur Riester-Rente
  • Haftpflichtpolicen für ausgewählte Berufsgruppen
  • Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung, wenn sie angemessen sind

Arbeitnehmer mit Minijob können keine Kfz-Haftpflicht absetzen. Das ist erst bei der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit möglich. Außerdem gilt noch eine Pauschale für private Versicherungen von 30 €. Dabei spielt keine Rolle, ob der Antragsteller eine private Police hat und ob diese tatsächlich 30 € kostet. Mehr als 30 € werden jedoch nicht berücksichtigt.

Werbungs- und Fahrtkosten werden bei der Berechnung für Aufstocker berücksichtigt

Der nächste Posten, der angesetzt werden kann, sind Werbungs- und Fahrtkosten. Zu den Werbungskosten zählt alles, was notwendig ist, um Einnahmen zu erwerben, zu sichern und zu erhalten.

Das können Kosten für Arbeitsmittel, über Berufsbekleidung, Telefon bis hin zur Kinderbetreuung sein. Für die Werbungskosten gilt eine Pauschale von 16,67 €.

Fahrtkosten zählen mit 0,20 € pro Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsort oder in Form einer Monatskarte. Insgesamt darf der Grundfreibetrag 100 € betragen.

Dieser Freibetrag wird vom Netto des Antragstellers abgezogen. Vom dem Betrag der dann übrig bleibt, muss sich der Antragsteller auf seinen Bedarf Beträge in zwei Stufen anrechnen lassen.

In Stufe 1 von 100 € bis 800 € 80 Prozent, in Stufe 2 über 800 € bis 1.200 € 90 Prozent. Das ergibt das anrechenbare Einkommen.

Die Mietkosten werden bei der Berechnung berücksichtigt

Um den Aufstockungsbetrag zu errechnen, ermittelt das Jobcenter in der letzten Stufe den Bedarf aus Regelbetrag und angemessene Mietkosten. Das setzt es in das Verhältnis zum anrechenbaren Einkommen. Die Differenz ist der Aufstockungsbetrag.

Wie wird das ALG II bei selbstständigem Aufstocker berechnet?

Grundlage für Selbstständige ist der Gewinn, also die Differenz aus Betriebseinnahmen und Ausgaben.

Das Problem: Das Jobcenter genehmigt die Ausgaben, die Möglichkeiten für Selbstständige sind beengt. Anerkannt wird tatsächlich das, was absolut unverzichtbar ist.

Außerdem muss der Selbstständige eine Gewinnprognose für drei Monate im Voraus machen. Aus Gewinn und Bedarf wird unter Berücksichtigung der Prognose dann das aufstockende ALG II ermittelt.

Vorsicht: Ist die Prognose zu hoch, kann aufstockendes ALG II nicht nachgefordert werden. Zu viele Aufstocker-Beträge müssen zurückgeführt werden.

Wie werden sonstige Einnahmen bei Aufstockern berücksichtigt?

Von Einnahmen, die der Antragsteller nicht selbst erarbeitet, wie Unterhalt, wird die Versicherungspauschale abgezogen.

Freibeträge gibt es nicht Aufwandsentschädigung für Ehrenämter zählen nicht als Lohn und fließen in keine Berechnung ein.

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