Grundsicherung 2017 / 2018 – Anspruch, Höhe, Antrag

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Grundsicherung im Alter

©shutterstock – Iconic Bestiary

Fällt die Rente zu gering aus, um den täglichen Lebensunterhalt zu sichern, gibt es Leistungen vom Staat. Eine davon ist die Grundsicherung.

Was ist Grundsicherung?

Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Rentenart. Als Hilfe zur Lebensführung gehört sie zu den Sozialleistungen.

Finanziert wird die Grundsicherung aus Steuermitteln.

Wie hoch ist die Grundsicherung 2017 / 2018?

Grundsicherung setzt sich aus der Hilfe zum Lebensunterhalt und angemessenen Kosten für eine Wohnung zusammen.

Die Hilfe zum Lebensunterhalt ist einfach zu ermitteln. Sie entspricht den Regelsätzen für Hartz IV.

Grundsicherung 2017

  • für eine Person: 409 Euro + Kosten für die Wohnung
  • für Ehepaare: 736 Euro + Kosten für die Wohnung

Grundsicherung 2018

  • für eine Person: 416 Euro + Kosten für die Wohnung
  • für Ehepaare: 748 Euro + Kosten für die Wohnung

Gibt es Mehrbedarf zu der Grundsicherung?

Darüber hinaus bekommen bestimmte Personengruppen auch bei der Grundsicherung noch einen Mehrbedarf zugestanden. Das sind etwa:

  • Schwangerschaftszuschläge ab Schwangerschaftswoche 12 mit 12 % vom Regelsatz
  • Schwer- oder Gehbehinderte (Vermerk “G” ) mit 17 % vom Regelsatz
  • Alleinerziehende mit 36 % vom Regelsatz für ein Kind unter sieben Jahren oder für zwei Kinder unter 16 Jahren und 12 % vom Regelsatz für ältere Kinder

Dazu kommen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und Kosten für besondere Lebenssituationen.

Wer hat Anspruch auf Grundsicherung?

Die Leistung steht Personen zu, die mit ihrem Alter oberhalb der Altersgrenze für die Regelaltersrente liegen. Seit dem Jahr 2012 wird diese Grenze schrittweise auf das 67. Lebensjahr angehoben. Für den Geburtjahrgang 1952, der zurzeit in Rente geht, liegt sie bei 65 Jahren und sechs Monaten.

Es steht auch bedürftigen Erwachsenen ab dem 18. Lebensjahr zu, die vollständig erwerbsgemindert sind.

Von einer vollen Erwerbsminderung spricht man, wenn wegen einer Krankheit oder einer Behinderung das Arbeitsvermögen unter drei Stunden am Tag liegt. Dauerhaft ist die Erwerbsminderung, wenn es wenig wahrscheinlich ist, dass sie behoben wird.

Was sind die Voraussetzungen, um Grundsicherung zu bekommen?

Um die Leistung zu erhalten, müssen bedürftige Personen nicht in der Lage sein, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten.

Außerdem muss der Antragsteller in der Bundesrepublik wohnen. Ausländer in Deutschland erhalten die Leistung nur unter engen Voraussetzungen. Eine davon ist die Aufenthaltserlaubnis.

Wann hat man keinen Anspruch auf Grundsicherung?

Das Einkommen der eigenen Kinder dagegen spielt beim Anspruch meist keine Rolle. Eine Ausnahme besteht, wenn ein Kind über 100.000 Euro pro Jahr verdient und zwar nach dem Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten.

Berücksichtigt dagegen werden die Rente und eventuelle Rücklagen. Bevor es die Grundsicherung gibt, müssen Ersparnisse aufgebraucht werden.

Freibeträge für ein zugelassenes Vermögen liegen weit unter denen von Hartz IV. So darf ein Alleinstehender bis 2.600 Euro auf der hohen Kante haben. Für den Partner sind noch einmal 614 Euro erlaubt.

Genehmigt ist auch angemessenes Wohneigentum. Allerdings gibt es zu dieser Angemessenheit oft Streit. Für einen Alleinstehenden gilt ein Häuschen mit einer Wohnfläche von 70 Quadratmetern oder eine Eigentumswohnung mit insgesamt 60 Quadratmetern als angemessen.

Jobbt der Betroffene nebenher, dann darf er in einem Minijob nicht mehr als 135 Euro im Monat verdienen. Alle Beträge darüber werden mit der Leistung verrechnet.

Was wird mit dieser Leistung alles abgedeckt?

Damit werden die Ausgaben für den notwendigen Lebensunterhalt abgedeckt.

Dazu kommen Miete, Heizung und Nebenkosten sowie Ausgaben für die Kranken-­ und Pflegeversicherung. Bestimmte Personen erhalten Grundsicherung für ihren Mehrbedarf und Hilfe in Sonderfällen.

Wie und wo wird der Antrag auf Grundsicherung gestellt?

Der Antrag erfolgt schriftlich. Er geht an das Sozialamt der Stadt oder der Gemeinde.

Auch die gesetzliche Rentenkasse nimmt Anträge entgegen. Sie leitet diese weiter. Die Leistung gibt es immer für zwölf Monate. Dann muss ein neuer Antrag erfolgen.

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2017-12-18T16:10:43+00:00 Leistungen vom Staat|

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