Geld verdienen mit AppsWer Geld im Internet verdienen möchte, der stolpert über kurz oder lang in jedem Fall über die Teilnahme an bezahlten Umfragen, Produkttests oder anderweitige Meinungsbefragungen. Mit der zunehmenden Ausbreitung von Smart Devices sehen sich die klassischen Anbieter jedoch zunehmenden mit neuen Konkurrenten aus dem mobilen Umfeld konfrontiert, die es Nutzern auf unterschiedlichste Weise ermöglichen, mit Apps Geld zu verdienen. Die Angebotspalette beschränkt sich dabei aber nicht nur auf die Teilnahme an Online-Umfragen, sondern

umfasst auch Apps, die dem Nutzer das Geldverdienen über das Testen von Casual-Games ermöglichen oder gar gut bezahlte Gefälligkeiten wie Botengänge oder Autowäschen aus dem realen Leben vermitteln. Der Markt wächst dabei ebenso schnell wie die Anzahl der Nutzer, die sich die verfügbaren Angebote zunutze machen möchten, sodass es unabdingbar ist, einige der größten Anbieter einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, zumal sich neben etablierten Marktforschern auch zahlreiche unerfahrene Anbieter auf dem Markt tummeln.

1. wasdenkstDU?

Die sowohl für Android als auch für iOS verfügbare App wasdenkstDU? basiert im Grunde genommen auf dem Prinzip, dass jeder angemeldete User auf eigene Faust kurze Umfragen ins Leben rufen kann. Im Zuge dieser Umfragen, die letztlich von den anderen Community-Mitgliedern beantwortet werden, lassen sich dabei aber nur einfache Fragen stellen, was zwar mitunter nützlich sein kann aber kein Vergleich zu etablierten Umfrage-Panels ist, die ähnliche Funktionen anbieten. Abseits dieser Option, selbst mit Fragen wie »Welche Pflanze ist für das Büro am besten?« oder »Wie oft sollte ich nach einer Gehaltserhöhung fragen?« aktiv zu werden, können Nutzer bei wasdenkstDU? durch die Beantwortung von sogenannten NZ-Umfragen ebenfalls Geld verdienen. Die Vergütung orientiert sich dabei an einem Level-System, im Rahmen dessen User durch Ihre Aktivität aufsteigen. Jeder Stufenaufstieg hat dabei beispielsweise eine erhöhte Vergütung für die Teilnahme an bezahlten Umfragen zur Folge, womit zum Beispiel der Vergütungssatz pro beantworteter Frage von 6 auf 8 Cent steigt. Die Nutzer der Community berichten allerdings davon, dass sich die Anzahl der monetär verwertbaren Befragungen in Grenzen hält, was dazu führt, dass die Auszahlungsgrenze von 20 Euro im Schnitt erst nach sechs bis acht Monaten erreicht wird. Im Gegenzug funktioniert die Auszahlung auf das hinterlegte Konto erfreulicherweise jedoch binnen drei Tagen.

2. CashPirate

Mit weit mehr als einer Million Downloads im Playstore zählt die Applikation CashPirate des Anbieters ayeT Studios zu den Flaggschiffen der Branche und ist ausschließlich für Android-Systeme verfügbar. Die App fungiert dabei im übertragenen Sinne als Werbeplattform für App-Entwickler, die ihre Neuschöpfungen dort katalogisieren lassen, sodass diese von Usern installiert und getestet werden können, womit der Nutzer prinzipiell die Rolle eines bezahlten Software-Testers einnimmt. Um die Bezahlung, die zunächst in Form von Bonuspunkten ausgeschüttet wird, zu kassieren, reicht es aber nicht aus, die jeweils von CashPirate empfohlene App nur zu installieren, denn CashPirate überwacht im Hintergrund unauffällig, ob auch eine tatsächliche Nutzung stattfindet, um Fake-Nutzungen und damit finanzielle Schäden zu vermeiden. Die Vergütung ist im Detail variabel, liegt aber pro App zwischen 20 und 250 Bonuspunkten, die erst ab einem Betrag von 1.000 Punkten auf dem Nutzerkonto in US-Dollar umgerechnet werden. Ein solcher Bonuspunkt entsprich dabei 0,1 Cent, was im Angesicht des Aufwandes ein recht magerer Verdienst ist. Glücklicherweise liegt die Auszahlungsgrenze jedoch bereits bei 2.500 Punkten, was einem Gegenwert von 2,50 US-Dollar entspricht. Wer sich seinen Verdienst bei CashPirate etwas aufbessern möchte, hat Erfahrungen aus der Community entsprechend, die Möglichkeit die Apps über einige Tage und Wochen hinweg zu nutzen und dabei zusätzliche Bonuspunkte einzustreichen.

3. AppJobber

Die Applikation AppJobber der “wer denkt was GmbH” schlägt einen völlig anderen Weg ein, da sie sich nicht mit Geld verdienen mit Umfragen oder Tests beschäftigt, sondern den Raum des Internets verlässt und an die reale Welt koppelt. Im Grunde genommen sieht sich die App als Vermittler für kleinere Jobs in der unmittelbaren Umgebung des jeweiligen Nutzers, die via App angesehen und abgewickelt werden können. Es handelt sich natürlich nicht um eine Jobbörse im klassischen Sinne, sondern um eine Plattform die Gefälligkeiten und mit wenig Aufwand verbundene Hilfstätigkeiten vermittelt, die sowohl von Privatpersonen als auch Unternehmen eingestellt werden. Das Auftragsspektrum reicht dabei von Einkäufen bestimmter Produkte über das Fotografieren von Werbeanzeigen oder Produkten in Geschäften bis hin zu kleineren Botengängen oder beispielsweise Autowäschen für Carsharing-Dienstleister. Abgewickelt werden solche Jobs ausschließlich über die App, wobei im Auftragsbriefing genau festgehalten ist, was zu tun ist. Sobald der Auftraggeber die Erledigung des Auftrags bestätigt hat, wird die fällige Vergütung unmittelbar auf das User-Konto gebucht. Die Bezahlung hängt dabei vom jeweiligen Auftrag ab und ist zumindest theoretisch nicht nach oben gedeckelt. Beispielsweise erhalten Nutzer aber für das Fotografieren einer bestimmten Werbeanzeige drei Euro und für das Waschen eines Autos für den angesprochenen Carsharing-Dienstleister unter dem Strich 12,50 Euro. Wirklich planen lässt sich das mit AppJobber potenziell erzielbare Einkommen jedoch nicht, da die Anzahl der verfügbaren Jobs abseits der großen Zentren erfahrungsgemäß eher dünn ausfällt.

4. Streetspotr

In eine ähnliche Kerbe wie AppJobber schlägt die von der Streespotr GmbH entwickelte Applikation Streetspotr. Wie der Name es bereits vermuten lässt, handelt es sich ebenfalls um eine Plattform, die Usern kleinere Jobs vermittelt, die sie in ihrer unmittelbaren Umgebung erfüllen können. Das Aufgabenspektrum gestaltet sich dabei ebenso vielfältig und beinhaltet sowohl das Fotografieren und Bewerten von Aushängeschildern und Öffnungszeiten als auch die Bewertung der Service-Qualität in bestimmten Geschäften und Restaurants. Auch größere Marktforschungsunternehmen machen sich Streetspotr indes zunutze, um an unabhängige Testpersonen für lokal durchführbare Untersuchungen wie unter anderem Testkäufe zu gelangen. Vergütet wird bei Streetspotr unmittelbar in Euro, was unnötiges Umrechnen verhindert und damit für mehr Transparenz sorgt. Wie hoch genau der Verdienst ausfällt, hängt indes aber wiederum vom jeweiligen Auftraggeber ab. Erfahrungsgemäß beginnt die Verdienstspanne bei einem Euro und kann in der Spitze leicht die 20-Euro-Marke überschreiten. Positiv in der Streetspotr-Community hervorgehoben wird indes die fehlende Auszahlungsgrenze, denn das angesammelte Guthaben ist prinzipiell bereits ab dem ersten Euro, der nach der Auftragsbestätigung durch den Auftraggeber auf dem Nutzerkonto landet, per PayPal auszahlen. Während die Abwicklung der Auszahlung reibungslos funktioniert, hat die App wie auch AppJobber damit zu kämpfen, dass außerhalb der Großstädte kaum Jobs zu ergattern sind.

5. Roamler

Die App Roamler bedient sich einem ähnlichen Prinzip wie AppJobber und Streetspotr, indem sie ihren Nutzern ebenfalls das Geldverdienen mit lokalen Kleinaufträgen ermöglicht. Ein zentrales Unterscheidungskriterium ist jedoch der Gamification-Aspekt der sowohl für Android-Geräte als auch iOS-Systeme erhältlichen App, der Nutzer dazu motivieren soll, länger am Ball zu bleiben. In der Praxis beginnt alles wie gehabt mit der Annahme von Aufträgen, die auf einer Karte markiert sind. Jeder erfolgreich abgeschlossene Auftrag wird dabei sowohl mit der entsprechenden Vergütung als auch mit den aus vielen Videospielen bekannten Erfahrungspunkten belohnt. Je mehr Erfahrungspunkte ein User sammelt, desto eher steigt er im »Level« auf und erhält damit Schritt für Schritt Zugang zu lukrativeren Aufträgen. Die Vergütung bei Roamler erfolgt dabei direkt in harten Euros und liegt dabei auf einem ähnlichen Niveau, wie es auch AppJobber und Streetspotr bieten. Eine weitere Verdienstoption stellt die Teilnahme an zeitweise angebotenen Creative-Challenges dar, im Rahmen derer besonders phantasievoll gestaltete Facebook-, Twitter- oder Blogeinträge mit Erfahrungspunkten und Bargeld vergütet werden. Glaubt man den Aussagen aus der Community erfüllt die Gamification durchaus ihren Zweck, denn ein großer Teil der Nutzer bleibt durch den Wettbewerbsaspekt länger bei der Stange als im Fall vergleichbarer Apps. Nachteilig ist aber auch hier wieder die Konzentration der zur Verfügung stehenden Aufträge auf die Ballungszentren.

6. TappOro

Im Fall von TappOro handelt es sich abermals um eine recht breit aufgestellte App. Neben klassischen Umfragen betrifft dies auch das Betrachten von Werbevideos sowie die Installation von Apps und Programmen auf dem jeweiligen Mobilgerät sowie auf dem Computer. Im Bezug auf letzteren Aspekt ist aus User-Kreisen jedoch zu vernehmen, dass es sich bei einigen Downloads um sogenannte Malware handelt, die schwer zu entfernen ist und das betreffende Gerät in eine dauerhafte Werbeplattform verwandelt. Dem Anbieter selbst kann dieser Aspekt jedoch nicht angekreidet werden, zumal dieser keinerlei Einfluss auf die Gestaltung der herstellerseitig bereitgestellten Softwareprodukte hat. In puncto Vergütung orientiert sich TappOro an dem branchenüblichen Stilmittel, auf eine eigene Währung namens Oro zurückzugreifen, die im Verhältnis 1000:1 in US-Dollar umgerechnet wird. Aufgrund der Tatsache, dass die Vergütung pro Aktion generell selten die 200-Oro-Marke überschreitet, sondern in der Regel bei 5 bis 15 Oros liegt, dauert es dementsprechend lange, bis die Auszahlungsgrenze, die in Abhängigkeit von der angestrebten Prämie variiert, erreicht ist. Dies Auszahlung in Form von Amazon-Gutscheinen, Facebook-Credits oder schlicht Bargeld funktioniert aber einwandfrei. Erfahrungsgemäß treffen Barauszahlungen sogar binnen 24 Stunden nach der Anforderung auf dem hinterlegten PayPal-Konto ein.

Fazit

Wer mit dem Smartphone nebenher Geld verdienen möchte, hat dank zahlreicher unterschiedlicher Apps, die mitunter interessante Ansätze verfolgen, eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die eigene Meinung oder zumindest die Wartezeit in Bus und Bahn in klingende Münze zu verwandeln. Nichtsdestotrotz haben einige Apps trotz ihres interessanten Konzepts einige Schwächen. Im Besonderen betrifft dies leider die »Job-Apps« AppJobber, Streetspotr und Roamler, denn der Verdienst gestaltet sich außerhalb der großen Ballungszentren eher übersichtlich. Wer sich aber dennoch mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand ein Taschengeld dazu verdienen möchte, kann sich die genannten Apps ohne Risiko anschauen.

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