Elterngeld für Selbstständige

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Elterngeld Selbstständige

©shutterstock – Studio_G

Die Höhe vom Elterngeld richtet sich bei Selbstständigen nach dem monatlichen Durchschnittseinkommen und zwar vor der Geburt des Kindes und während dem Elterngeldbezug.

Es soll quasi den Gewinn ersetzen, der während der Kinderbetreuung wegfällt. Dabei werden 67 Prozent des wegfallenden Gewinns nach Abzug der Steuern ausgezahlt, sprich das Netto-Einkommen.

Worauf Selbstständige bei der Beantragung von Elterngeld achten sollten, wird nachfolgend ausführlich erläutert.

Wie wird das Elterngeld für Selbstständige beantragt?

Der Antrag von Elterngeld für Selbstständige gestaltet sich leider etwas komplizierter als bei Angestellten. Beantragt werden muss das Elterngeld an der jeweiligen Elterngeldstelle in der eigenen Region und zwar frühstens ab dem Geburtstermin des Kindes.

Die Berechnungsgrundlage bildet hier der Steuerbescheid des letzten Jahres und zwar vor der Geburt des Kindes. Wenn das Kind zum Beispiel im August 2016 geboren wurde, wird der Steuerbescheid von 2015 für die Antragstellung benötigt.

Eine weitere wichtige Voraussetzung muss jedoch erfüllt sein: Die selbständige Tätigkeit muss sowohl das gesamte Jahr 2015 als auch von Januar 2016 bis zur Geburt des Kindes im August 2016 ausgeführt worden sein.

Wenn das Kind im Dezember 2016 geboren wurde, wird nicht das komplette Jahr berücksichtigt. In diesem Fall sind der letzte sogenannte bereits beendete Veranlagungszeitraum und der dazugehörige Steuerbescheid relevant.

Es besteht aber in Ausnahmefällen die Möglichkeit den Bemessungszeitraum zu verschieben, wenn zum Beispiel nachgewiesen werden kann, dass eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung vorlag und dadurch Einbussen bei dem Einkommen entstanden sind.

Warum bekommen Selbstständige Elterngeldbescheid unter Vorbehalt?

Eltern, die selbstständig tätig sind, erhalten ihren Elterngeldbescheid unter Vorbehalt. Das bedeutet, dass am Bezugsende die Elterngeldstelle einen Nachweis über die Einnamen und Ausgaben im Bezugszeitraum verlangt.

Wurden diese Unterlagen eingereicht, wird der Elterngeldbescheid erlassen, so dass es durchaus vorkommen kann, dass zu viel gezahltes Elterngeld zurückgezahlt werden muss oder eine Nachzahlung erfolgt.

Welche Unterlagen braucht man fürs Elterngeld bei Selbstständigen?

Für die Beantragung werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Geburtsurkunde/Geburtsbescheinigung des Kindes
  • Erklärung über die Arbeitszeit
  • Bescheinigung von der Krankenkasse über Mutterschaftsgeldbezug
  • Steuerbescheid des Jahres vor der Geburt

Wie wird der Bemessungszeitraum bei Mischeinkünften bei Selbstständigen ermittelt?

Von Mischeinkünften spricht man wenn der Antragsteller sowohl Einkommen aus selbstständiger als auch aus nicht-selbstständiger Tätigkeit und zwar im Kalenderjahr oder 12 Monate vor der Geburt des Kindes erwirtschaftet hat. Für den relevanten Bemessungszeitraum müssen dann alle Einkünfte aus beiden Tätigkeiten nachgewiesen werden.

Dies ist auch dann der Fall, wenn das Gewerbe im Jahr vor der Geburt oder im Jahr der Geburt abgemeldet bzw. die Selbständigkeit beendet wurde. Ist dies der Fall ist das Wirtschaftsjahr vor der Geburt des Kindes für die Berechnung relevant. Dies ist auch dann so, wenn im Bemessungszeitraum das erzielte Einkommen geringer ist als im Jahr davor oder in den Monaten direkt vor der Geburt.

Darf man als Selbstständiger während des Elterngeld-Bezugs arbeiten?

Während des Bezugs von Elterngeld darf man weiterhin seiner selbständigen Tätigkeit nachgehen und zwar durchschnittlich bis zu 30 Stunden in der Woche. Wer mehr arbeitet, verliert den Anspruch auf Elterngeld für den jeweiligen Monat.

Zu beachten gilt außerdem, dass der Verdienst während des Bezugs auf das Elterngeld angerechnet wird. Dies erfolgt allerdings nachträglich, wenn der Steuerbescheid bei der Elterngeldstelle eingereicht wurde. Daher kann es von Vorteil sein Rücklagen für eventuelle Nachzahlungen zu bilden.

Es kann aber auch der Elterngeldstelle im Vorfeld mitgeteilt werden, dass man plant zu arbeiten und in welchem Umfang. Dann wird eine Differenzrechnung mit dem voraussichtlichen Zuverdienst pro Monat erstellt.

Fallen auf das Elterngeld Steuern an?

Grundsätzlich fallen auf das Elterngeld keine Steuern an.

Das Elterngeld unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass das Einkommen, welches während des Bezugs von Elterngeld bezogen wird, zum Elterngeld hinzugerechnet wird.

Dies bildet dann gleichzeitig die Basis für den Steuersatz, wodurch ein höherer Steuersatz entsteht. Dieser erhöhte Steuersatz ist für das zu versteuernde Einkommen relevant, wird aber nicht auf das Elterngeld angewandt.

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2017-11-23T19:20:28+00:00 Leistungen vom Staat|

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