Einkünfte aus Kapitalvermögen – Das müssen Sie dabei beachten!

Einkünfte aus Kapitalvermögen

©shutterstock – Julia’s Art

Was versteht man unter: Einkünfte aus Kapitalvermögen?

Unter Kapitaleinkünften versteht man die Gegenleistungen, Entgelte oder Erträge, die jemand dafür erhält, dass er einem Dritten Kapital für eine befristete Zeit überlässt.

Sie gehören zu den insgesamt sieben Einkunftsarten und werden in Paragraph 20 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt.

Was zählt zu den Einkünften aus Kapitalvermögen?

Paragraph 20 (EStG) listet Einkünfte aus Kapitalvermögen auf. Abschließend ist diese Aufzählung aber nicht.

So können Einkünfte aus nicht genannten Anlageformen ebenfalls Kapitaleinkünfte sein. Zu den Einkünften aus Kapitalerträgen gehören:

  • Dividenden
  • Zinsen
  • Gewinne aus Wertpapierverkäufen
  • Einkünfte stiller Gesellschafter
  • Anteile von Erträgen aus Versicherungen

Weniger bekannte Kapitaleinkommen sind Leistungen aus Veräußerungs- und Termingeschäften. Hierunter fallen der Verkauf von Zinsscheinen oder GmbH-Anteilen. Nicht zuletzt gehören Einkünfte im Zusammenhang mit Kapitalanlagen, wie etwa Schadenersatz oder Erstattungen aus Kulanz dazu.

Wie werden Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuert?

  • Auf Kapitaleinkünfte wird die Abgeltungssteuer fällig. Sie beträgt einheitlich 25 Prozent.
  • Dazu kommen noch der Solidaritätszuschlag sowie die Kirchensteuer.

Das Kreditinstitut oder der Versicherer behalten gleich bei der Gutschrift der Erträge die Abgeltungssteuer ein und zahlen sie an das Finanzamt. Der Sparer muss seine Einkünfte aus Kapitalvermögen nicht in der Steuererklärung aufführen.

Anders sieht es aus, wenn der persönliche Einkommenssteuersatz des Sparers unter 25 Prozent liegt, etwa weil er zu wenige Einkünfte hat. Dann macht es Sinn, dem Finanzamt gegenüber die Kapitaleinkünfte per Steuererklärung anzugeben.

Seinem Kreditinstitut oder Versicherer sollte man einen Freistellungsauftrag geben. Denn jeder Sparer hat Anspruch auf den Sparerfreibetrag von 801 Euro (Verheiratete: 1.602 Euro). Kapitaleinkünfte bis zu dieser Grenze werden nicht besteuert. Wer sehr wenig verdient, kann sich eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) ausstellen lassen. Dann braucht er überhaupt keine Abgeltungssteuer zu zahlen.

Muss man auch ausländische Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuern?

Jeder, der einen Wohnsitz in Deutschland hat, ist hier auch unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig. Das heißt, auch ausländischen Kapitaleinkünfte sind in Deutschland zu versteuern.

Ausländische Einkünfte aus Kapitalvermögen werden in die Zeilen 15 bis 18 der Anlage Kapitalerträge (KAP) eingetragen. In die Zeilen 51-52 kommt dagegen die Quellensteuer, die in dem betreffenden Ausland bereits einbehalten wurde.

Von Quellensteuer oder auch Quellenprinzip spricht man, wenn der ausländische Staat ebenfalls Kapitalerträge einbehält. Denn besteuert wird dort, wo die Erträge entstanden sind, also an der Quelle. Ein Freistellungsauftrag nützt nichts.

Um doppelte Besteuerung zu vermeiden, hat die Bundesrepublik mit vielen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Liegt das Recht auf Besteuerung beim ausländischen Staat, geht der deutsche Fiskus so vor:

  • das Finanzamt besteuert die Erträge pauschal mit 25 Prozent
  • was an Steuern im Ausland einbehalten wurde, wird verrechnet

Werden auch Verluste aus Kapitalvermögen bei der Steuererklärung berücksichtigt?

Verlust aus Kapitalvermögen dürfen verrechnet werden. Aber nur mit Einkünften aus der gleichen Einkommensart.

Beispiel: Aktienverluste dürfen mit Aktiengewinnen, aber niemals mit Einkünften z.B aus Vermietung und Verpachtung verrechnet werden.

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