Bezugsdauer von Arbeitslosengeld

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Hartz 4 Bezugsdauer ArbeitslosengeldImmer wieder gibt es Unklarheiten beim ALG I.

Wer bekommt es, wann besteht ein Anspruch und vor allem wie lange?

Unser Beitrag gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Arbeitslosengeld I.

Wovon hängt die Anspruchsdauer von Arbeitslosengeld I ab?

Die Dauer des Anspruchs auf ALG I richtet sich einerseits nach dem Lebensalter, andererseits nach der Dauer der Beschäftigung vor der Arbeitslosigkeit.

Wie lang ist die Anspruchsdauer von Arbeitslosengeld I bei kurzer Anwartschaftszeit?

Hier haben Sie nur Anspruch auf ALG I für maximal 5 Monate, wenn Sie innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens 10 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren.

Bei insgesamt 8 Monaten Beschäftigungsdauer ergibt sich ein Anspruch von 4 Monaten.

Bei 6 Monaten Beschäftigungsdauer besteht ein Anspruch von 3 Monaten.

Wie lang ist die Anspruchsdauer von Arbeitslosengeld I bei Regelanwartschaftszeit?

Wenn Sie die Regelanwartschaftszeit erfüllen, haben Sie durchwegs länger Anspruch auf ALG I.

Beschäftigungsdauer in den letzten fünf Jahren:

  • Beschäftigungsdauer 12 Monate = 6 Monate Arbeitslosengeld 1
  • Beschäftigungsdauer 16 Monate = 8 Monate Arbeitslosengeld 1
  • Beschäftigungsdauer 20 Monate = 10 Monate Arbeitslosengeld 1
  • Beschäftigungsdauer 24 Monate = 12 Monate Arbeitslosengeld 1
  • Beschäftigungsdauer 30 Monate = 15 Monate Arbeitslosengeld 1 (Lebensjahr 50 ist vollendet)
  • Beschäftigungsdauer 36 Monate = 18 Monate Arbeitslosengeld 1 (Lebensjahr 55 ist vollendet)
  • Beschäftigungsdauer 48 Monate = 24 Monate Arbeitslosengeld 1 (Lebensjahr 58 ist vollendet)

Sie können also maximal 24 Monate ALG I erhalten, und das auch nur, wenn Sie bereits 58 Jahre alt sind. Beachten Sie dabei aber, dass längstens bis zur letzten Arbeitslosigkeit zurückgerechnet wird.

Kann man die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld verlängern?

Wenn Sie einen früheren Arbeitslosenanspruch nicht vollständig ausgeschöpft haben, können Sie die verbleibenden Monate zu ihrem Arbeitslosenanspruch hinzurechnen.

Die in der Tabelle angegebenen Höchstwerte dürfen dabei aber nicht überschritten werden.

Wer hat überhaupt Anspruch auf Arbeitslosengeld I?

Grundsätzlich hat jeder, der arbeitslos wird und sich arbeitslos meldet, Anspruch auf Arbeitslosengeld I, wenn er die sogenannte Anwartschaftszeit erfüllt.

Bei der Anwartschaftszeit unterscheidet man zwischen der Regelanwartschaftszeit und kurzer Anwartschaftszeit.

Bei der Regelanwartschaftszeit waren Sie in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosenmeldung mindestens 12 Monate beschäftigt oder in einem anderen Versicherungspflichtverhältnis. Dazu zählen:

  • Wehr- oder Zivildienst
  • Mutterschaftsgeld
  • Krankengeldbezug
  • Versorgungskrankengeldbezug
  • Pflegeunterstützungsgeldbezug
  • Verletztengeldbezug
  • Übergangsgeld (bei medizinischer Rehabilitation)
  • Krankentagegeldbezug einer privaten Krankenversicherung
  • vorübergehender Rentenbezug wegen voller Erwerbsminderung (KEINE dauerhafte Arbeitsunfähigkeit!)
  • Bezug von Entgeltersatzleistungen nach SGB III (Arbeitslosengeld und Teilarbeitslosengeld, auch wegen beruflicher Weiterbildung, Saison- und Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld)
  • Kindererziehungszeiten für Kinder unter drei Jahren
  • Zeiten einer freiwilligen Weiterversicherung
  • versicherungspflichtige Beschäftigungen innerhalb der EU bzw. des EWR (inklusive der Schweiz)

Für die sogenannte kurze Anwartschaftszeit gelten besondere Voraussetzungen:

  • in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens 6 Monate in einem versicherungspflichtigen Verhältnis beschäftigt oder
  • überwiegend in befristeten Beschäftigungsverhältnissen (Befristung auf nicht länger als 10 Wochen)
  • in den letzten Monaten nicht mehr als 32.240 Euro bezogen haben

Die kurze Anwartschaftszeit bedeutet zwar ebenfalls einen Anspruch auf ALG 1, allerdings ist die Anspruchsdauer in diesem Fall kürzer (siehe nachfolgenden Abschnitt). Ab 1.1. 2019 gilt die kurze Anwartschaft nicht mehr und bedingt keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld I.

Gibt es Sperrfristen bei der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld?

Bei Selbstkündigung mit berechtigtem Grund gibt es keine Sperrfrist. Als berechtigte Gründe zählen dabei:

  • Zusammenziehen mit dem Lebens- oder Ehepartner
  • die Pflege oder Betreuung von Kindern oder einer anderen Person für die Unterhaltspflicht besteht konnte nicht anders sichergestellt werden
  • konkrete Aussicht oder sogar feste Zusage auf eine neue Beschäftigung bestand
  • Überforderung durch die Arbeit oder von der Arbeit sehr belastet

Wird ein Aufhebungsvertrag unterzeichnet, wird in der Regel eine Sperrzeit verhängt. Ausnahmen bestehen lediglich, wenn ohne die Unterzeichnung keine Abfindung bezahlt worden wäre, oder eine betriebsbedingte Kündigung erfolgt wäre.

Verkürzt ein Aufhebungsvertrag allerdings die gesetzlich geltende Kündigungsfrist, wird häufig bis zum Ende der eigentlich bestehenden Kündigungsfrist eine Sperre für den Bezug des Arbeitslosengelds verhängt.

Wurde Ihnen gekündigt, müssen Sie nur dann mit einer Sperre rechnen, wenn die Kündigung aufgrund Ihres Verhaltens erfolgte. Betriebsbedingte Kündigungen sind aber immer unschädlich.

Weitere mögliche Gründe für eine Sperre können sein:

  • Abbruch oder Ablehnung von Eingliederungsmaßnahmen
  • zu wenig Bemühungen beim Suchen einer Beschäftigung
  • Verstöße gegen Meldepflichten

Die Sperren können je nach Schwere des Verstoßes zwischen 1 Woche und 12 Wochen betragen (6 Wochen Sperre und 12 Wochen Sperre werden nur bei wiederholten Verstößen verhängt).

Bei einer verhängten Sperre sind Sie nur dann weiter krankenversichert, wenn Sie in der gesetzlichen Pflichtversicherung sind. Bei freiwilliger Weiterversicherung oder als privat Versicherter haben Sie keinen Anspruch auf eine Nachversicherung und müssen die Beiträge aus eigener Tasche bezahlen.

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